Jede Medikamentengabe kann mit unerwünschten Wirkungen, Wechselwirkungen und Komplikationen einhergehen. Deshalb ist es wichtig, die Medikamentengabe vorab strukturiert zu hinterfragen.
Um sicher zu gehen, dass Sie bei der Applikation (Anwendung) nichts vergessen, gibt es die 6-R-Regel bzw. die 10-R-Regel.
Nach Überprüfung der Indikation gehen Sie sicher, dass es keine Kontraindikation gibt, bzw. der Nutzen über dem Risiko steht. (siehe R-8)
- Richtige Person
- Richtiges Medikament
- Richtige Dosis
- Richtige Applikationsform
- Richtiger Zeitpunkt
- Richtige Dauer der Anwendung
- Richtige Aufbewahrung
- Richtiges Risikomanagement
- Richtige Dokumentation
- Richtige Entsorgung
Anschließend klären Sie, sofern möglich, den Patienten über das Medikament auf.
Wenn der Patient einwilligungsfähig ist und einwilligt, lassen Sie zunächst das Medikament durch das Prinzip der 4-Augen-Validation validieren.
Nachdem Sie das Medikament appliziert haben, dokumentieren Sie die Gabe.