ROLEPLAY · WISSENSPORTAL

WISSENSBEREICH / 01

Wissen für den Einsatz und Krankenhaus.

Vom Dienstbeginn bis zur Übergabe. Dein Nachschlagewerk für strukturiertes medizinisches Roleplay.

Roleplay-AusbildungInhalte aus dem bisherigen Projektstand. Keine geprüfte Anleitung für reale medizinische Maßnahmen.
41 Kapitel
01

Wenn Sie in den Dienst gehen, stellen Sie sicher, dass Sie sich körperlich und geistig auf den Dienst einlassen können.
Bevor Sie sich Einsatzbereit (Code 1 / 2) Melden müssen Sie sich vergewissern, dass Sie alle benötigten Materialien dabei haben. Machen Sie ebenfalls einen Funktionscheck Ihres Fahrzeugs.
Ihr Dienst beginnt dann, wenn Sie sich bei der Leitstelle melden (Code 1 / 2 / 6) und Sie in Ihrem Leitstellen-Tablet können Sie sich einem Fahrzeug zuordnen.

02

Die Leitstelle ist die zentrale Anlaufstelle für alle Notrufe. Sie ist für die Alarmierung der Einsatzkräfte zuständig und übernimmt die Koordination der Einsatzkräfte.
In einem Großeinsatz wird die Funkfrequenz geändert. Der Einsatzleiter übernimmt dort dann die Funktion der Leitstelle im Funkverkehr.
Im Funkverkehr gibt es folgende Regeln:

  • DDWS: Denken, Drücken, Warten, Sprechen
  • Die Leitstelle erteilt Sprecherlaubnis
  • Im Hauptfunkt herscht Funkstille
  • Funkverkehr geht von der Leitstelle aus

Funkcodes

  • Code 0 - Besatzung in Not / Dringender Sprechwunsch
  • Code 1 - Einsatzbereit über Funk
  • Code 2 - Einsatzbereit auf Wache
  • Code 3 - Übernahme
  • Code 4 - An Einsatzstelle angekommen
  • Code 5 - Sprechwunsch
  • Code 6 - Nicht Einsatzbereit
  • Code 7 - Transport zum Zielort/ Folgeeinsatz / Notarzt-Aufgenommen
  • Code 8 - Am Zielort angekommen

Funkcodes sind über das Funksystem zu senden.
Wenn Sie von der Leitstelle angesprochen werden, folgt dies immer ein Schema.
Zuerst wird die Leitstelle Ihren Fahrzeugnamen ansprechen: 1-81-1, kommen
Sie antworten dann mit: hört!
Die Leitstelle wird Ihnen dann eine Mitteilung geben z.B. Bitte um Lagemeldung
Nach Ihrer Antwort wird die Leitstelle Verstanden, Ende!
Dannach wird es keinen Funkspruch in diesem Zusammenhang geben.

03

Um einen Fahrzeugcheck auszuführen, Parken Sie das Fahrzeug auf dem Hof der Wache.

Äußerlicher Funktionscheck

Der Fahrere bleibt erstmal Sitzen.
Der Beifahrer steigt aus und geht um das Fahrzeug herum während der Fahrer alle Lichter und Sondersignalanlagen einschaltet.
Wenn alle Lichter und Pressluft Signale funktionsfähig sind, kann der Fahrer alle Licht- und Tonsignale ausschalten und das Fahrzeug verlassen.
Anschließend öffnen Sie alle Fächer und Türen. Sie Überprüfen, ob alle Materialien vorhanden sind und ob alle Geräte Funktionieren (z.B. EKG, Beatmungsgerät, etc.).
Wenn alle Geräte und Materialien vorhanden sind und funktionieren, können Sie das Fahrzeug wieder verschließen.
Dabei überprüfen Sie, ob alle Türen und Fächer so verschlossen sind, dass diese sich nicht während der Fahrt lösen/öffnen können.

Innerlicher Funktionschek

Alle Systeme im Fahrzeug werden auf Funktion geprüft.

Ausstattung bei einzelalamierung

  • RTW - Rucksack Atmung
  • RTW - Rucksack Kreislauf
  • RTW - Monitor / Defibrillator
  • RTW - Absaugpumpe

Ausstattung bei RTW + NEF

  • RTW - Rucksack Atmung
  • RTW - Rucksack Kreislauf
  • RTW - Monitor / Defibrillator
  • RTW - Absaugpumpe
  • NEF - Notarzt-Rucksack

Ausstattung bei ersteintreffendem NEF

  • NEF - Notarzt-Rucksack
  • NEF - Monitor / Defibrillator
  • NEF - Sauerstoffflasche 2l
  • RTW - Rucksack Kreislauf
  • RTW - Rucksack Atmung

Bei Kindernotfällen wird zusätzlich die Kinder-Notfalltasche mitgenommen.
Beim Trauma werden lageabhängig vom NEF der Trauma-Rucksack und das C-Set mitgenommen.
bei MANV-Ereignissen wird zusätzlich die MANV-Tasche mitgenommen.

04

Funkrufnamen sind wie folgt aufgebaut:
Die Funkrufnamen setzen sich aus 3 Ziffern zusammen.
Ziffer 1 gibt an, in welchem Stadtgebit das Fahrzeug Stationiert ist.
Ziffer 2 gibt die Art des Fahrzeug an.
Ziffer 3 gibt an, wie viele Fahrzeugstellen die Wache hat.

Ziffer 1:

  • 1 - El Burro Height Fire Station
  • 2 - Davis Fire Station
  • 3 - Rockfort Hills Fire Station
  • 4 - Sandy Shores Fire Station
  • 5 - Paleto Bay Fire Station
  • 6 - Fort Zancudo
  • 7 - Los Santos International Airport Firestation

Ziffer 2:

  • 81 - NAW / ITW
  • 82 - NEF
  • 83 - RTW
  • 84 - NKTW
  • 85 - KTW
  • 86 - RTW-Katastrophenschutz
  • 87 - KTW-Katastrophenschutz

Funknamen setzen sich also aus dem Stadtgebiet, der Fahrzeugart und der Fahrzeuganzahl zusammen. So ist 1-83-1 ein RTW aus der El Burro Height Firestation.
oder
7-82-3 ist ein NEF aus der Los Santos International Airport Firestation.

05

Wenn Sie einen Einsatzbefehl über Ihren Pager erhalten, sehen Sie alle wichtigen Informationen dort.
Es wird vom Pager die Adresse, der Einsatzgrund und ggf. Wege- und Sonderrechte angezeigt.

Sonderrechte sind, auf der Anfahrt, nur nach Erlaubnis der Leitstellt zu nutzen.

06

Bei Eintreffen an der Einsaztstelle sind Sie dazu verpflichtet, diese zu Sichern.
Falls Sie dazu nicht ausreichend in der Lage sind, müssen Sie Verstärkung durch die Polizei anfordern. Anschließend beurteilen Sie die Einsatzstelle mit den Nachfolgenden Schemata ( 4A1C4E und GAMS)

07

SOP - A - Atemgifte

Besteht verdacht, dass Atemgifte in der Luft sind, wird dies umgehend der Leitstelle gemeldet und Rettungsmittel nachbestellt mit dem Stichwort: V.A. Atemgift (ABC).
Zwecks Eigensicherung ziehen Sie sich weitestgehend zurück.

SOP - A - Angstreaktion

Bei jedem Einsatz sind Angstreaktionsn von Patienten, Angehörigen oder Tieren zu erwarten.
Es kann auch Einsatzkräfte betreffen. Wenn Sie jemandem mit deutlichen Angestreaktionen begegnen, versuchen Sie die Person zu beruhigen und aus der vermeindlichen Gefahrensituation zu bringen.
Falls es Sich um Tiere handelt, bedenken Sie, dass Tiere Krankheiten übertragen können. Versuchen Sie das Tier zu beruhigen und ggf. zu sichern.
Melden Sie sich, wenn Tiere oder Einsatzkräfte betroffen sind, bei der Leitstelle und fordern Sie weitere Einsatzkräfte nach.

SOP - A - Ausbreitung

Gefahren bleiben meist nicht auf ihre Quelle beschränkt, sondern breiten sich aus. Das kann sowohl eine Vergrößerung der Gefahr als auch eine räumliche Ausbreitung sein.
Melden Sie sich bei der Leitstelle und fordern Sie, wenn nötig, weitere Einsatzkräfte nach.

SOP - A - Atomare Strahlung

Bei Atomaren wird die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt.
Falls die Gefahr während den Einsatzbefehls nicht bekannt war, ziehen Sie wieder ab und melden Sie der Leitstelle die Atomare Belastung.
Melden Sie sich bei der Leitstelle mit dem Stichwort: V.A. Atomare Belastung.
Die Leitstelle wird dann weitere Einsatzkräfte mit Strahlenschutzanzügen Alarmieren.

SOP - C - Chemie

Dieser Punkt trifft ein, wenn A: Chemische Stoffe austreten / ausgetreten sind, oder biologisch gefährliche Stoffe austreten / ausgetreten sind.
Bei chemischen Gefahren wird die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt.
Melden Sie sich bei der Leitstelle mit dem Stichwort: Nachalamierung ABC-Einsatzkräfte, unklare ABC-Lage.

SOP - E - Erkrankung

Hier werden sowohl lebensbedrohliche Zwangslagen von Menschen und Tieren, als auch die Ansteckungs- oder Verletzungsgefahr für Einsatzkräfte zusammengefasst.

  • Ansteckung beim Umgang mit Verletzten oder mit infektiösen Stoffen
  • Mechanische Verletzungen
  • Schock als Folgereaktion
  • Infektion und Erkrankung durch den Einsatz von ABC-Kampfmitteln
  • Ausbruch von Epidemien

Melden Sie sich bei der Leitstelle mit dem Stichwort: Nachalamierung ABC-Einsatzkräfte, Infektions-Lage
Ziehen Sie sich FFP-2 Masken und Handschuhe an. Vermeinden Sie Hautkontakt oder Kontakt mir Flüssigkeiten.
Warten Sie ggf. auf nachalamierte Einsatzkräfte

SOP - E - Explosion

Falls sich nicht Sicher sind, ob es zu einer Explosion kommen kann, melden Sie sich bei der Leitstelle mit dem Stichwort: V.A. Explosion.
Die Leistelle wird dann Einsatzkräfte nachalarmieren, welche die Lage einschätzen und unterstürzen.

SOP - E - Elektrizität

Bei Nähreung von spannungsführenden Teilen immer Sicherheitsabstände beachten:
Niedrigspannung -> 1 Meter
Hochspannung -> 5 Meter
verunfallte Personen mit isolierenden Gegenständen aus dem Gefahrenbereich ziehen.
Schaltungen in Hochspannungsanlagen nur durch Fachpersonal.
CAVE: Bei abgestürtzen Freileitungen mindestens 20 Meter Abstand halten.

SOP - E - Einsturz

Bei akut- einsturzgefährdeten oder eingestürzten Gebäuden, werden diese nicht Betreten.
Melden Sie sich bei der Leitstelle mit dem Stichwort: Einsturzgefahr / Eingestürztes Gebäude.

08

SOP - G - Gefahr erkennen

Gefahr erkennen nach SOP - 4A1C4E-Schema und verhalten nach Gefahrenlage.

SOP - A - Absprerrung

Um die Einsatzstelle korrekt abzusperren, melden Sie sich bei der Leitstelle mit dem Stichwort Einsatzabsperrung nach 4A1C4E und nennen Sie dabei noch einen Grund nach 4A1C4E .

SOP - M - Menschenrettung

Versuchen Sie die gefährdeten Personen aus der Lage, nach dem 4A1C4E-Schema zu befreien
oder Ihnen zu versichern, dass weitere Kräfte auf dem Weg sind.

SOP - S - Spezialkräfte nachfordern

Fordern Sie unter berücksichtigung des 4A1C4E-Schema weitere Einsatzkräfte nach.

09

Das AVPU-Schema ist ein Schema zur Erstuntersuchung des Bewusstseinszustandes.
Dieses Schema ist als Pyramide anzuwenden. Das A steht dabei Oben und das U bildet die Basis.

SOP - A - Alert / W - Wach

Ist der Patient Wach?
Reagiert er ohne autonom auf Sie?

SOP - V - Voice / A - Ansprache

Reagiert der Patient nur auf Ansprache?
Reagiert er nach der Ansprache adäquat?

SOP - P - Pain / Schmerzreaktion

Reagiert der Patient nur auf Schmerzreize und ist sonnst weggetreten?

SOP - U - Unresponsive / Bewusstlos

Regiert der Patient auf keine Reize?
Wenn alle oberen Punkte nicht zutreffen ist der Patient bewusstlosen bis in einem komatösenzustand.

10

SOP - O - Onset

Seit wann ist der Schmerz da?

SOP - P - Provocation

Gibt es einen Schmerzauslöser z.B. Bewegung, Druck, Belastung?

SOP - Q - Quality

Wie fühlt sich der Schmerz an? z.B. Stechend, Drückend, Ziehend, Brennend?

SOP - R - Region

Wo befindet sich der Schmerz? z.B. Brust, Bauch, Kopf, Bein?

SOP - S - Strenght

Wie stark ist der Schmerz? Anamnese durch VRS / NRS / KUSS

SOP - T - Time

Wie lange besteht der Schmerz schon? Tage, Stunden?

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Die Nummerische Rating Scale ist eine Skala zur Einschätzung der Schmerzintensität.
Bei Kindern und Kleinkindern wird die KUS-Skala oder VRS-Skala verwendet.
Die NRS beginnt bei 0 und endet bei 10. Wobei Null kein Schmerz und 10 den maximal vorstellbaren Schmerz darstellt.

NRS

12

Die Visuelle Rating Scale ist eine Skala zu Einschätzung der Schmerzintensität bei kognitiv Eingeschränkten und Kindern ab 4.

VRS

13

Die KUS-Scala ist eine Skala zur Einschätzung der Schmerzintensität Kleinkindern ( <4 Jahre ) und Neugeborenen.
Sie besteht aus fünf Untergruppen:


Weinen

  • 0 Gar nicht
  • 1 Stöhnen, Jammern, Wimmern
  • 2 Schreien

Gesichtsausdruck

  • 0 Entspannt
  • 1 Mund verzerrt
  • 2 Grimmassieren

Beinhaltung

  • 0 Neutral
  • 1 Strampelnd
  • 2 An den Körper gezongen

Rumpfhaltung

  • 0 Neutral
  • 1 Unstet
  • 2 Krümmmen, Aufbauen

Motorische Unruhe

  • 0 Nicht vorhanden
  • 1 Mäßig
  • 2 Ruhelos

Ab einer Summe von Vier Punkten oder höher wird eine analgetische Invertention nötig.

14

Das Pädiatrische Beurteilungsdreieck ist ein Schema zu beurteilung von Pädiatrischen Patienten. (Kindern)
Ein Hinweis auf einen Kritischen Zustand gibt es, wenn 2 oder 3 Seiten des Dreiecks auffällig sind!
Es besteht aus drei Punkten:

Atmung und Atemarbeit

  • Stridor?
  • Keuchen?
  • erhöhte/ernidrigte Atemfrequenz?
  • Einziehungen?
  • Nasenflügeln?

Hautfarbe

  • Blässe?
  • Marmorierung?
  • Zyanose?

Äußeres Erscheinungsbild

  • T - Tonus (Schlaff?)
  • I - Interaction (Reaktion verlangsamt, ausbleibend?)
  • C - Consolability (Tröstbarkeit?)
  • L - Look (Blickkontakt, Beobachtung der Umgebung?)
  • S - Speech (Sprechen, Schreien?)

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SOP - S - Symptome

Welche Symptome sind aufgetreten?
Seit wann gibt es die Beschwerden?
Wie stark sind die Beschwerden?
Was wurde bisher unternommen?

SOP - A - Allergien

Liegen Allergien vor?

SOP - M - Medikation

Welche Medikamente nimmt der Patient?
Wann wurden die Medikamente zuletzt eingenommen?
Welche Medikamente wurden Heute eingenommen?

SOP - P - Patientenvorgeschichte

Welche Vorerkrankungen hat der Patient?
Welche Operationen hat der Patient hinter sich?
Welche Krankheiten hat der Patient?
Welche Krankheiten hat der Patient in der Familie?

SOP - L - Letzte Mahlzeit, etc

Wann hat der Patient das letzte mal gegessen?
Wann hat der Patient das letzte mal getrunken?
Wann hat der Patient das letzte mal Urin abgesetzt?
Wann hat der Patient das letzte mal Stuhl abgesetzt?
Wann hat der Patient das letzte mal erbrochen?
Wann hat der Patient das letzte mal geschlafen?
Wann hat der Patient das letzte mal geraucht?
Wann hat der Patient das letzte mal Alkohol getrunken?
Wann hat der Patient das letzte mal Drogen konsumiert?

SOP - E - Ereignis direkt vor dem Notfall

Was ist unmittelbar vor dem Notfall passiert?

SOP - R - Risikofaktoren

Wie alt ist der Patient?
Ist der Patient Weiblich?
Ist der Patient Raucher?
Ist der Patient Alkoholiker?
Ist der Patient Drogenabhängig?
Ist der Patient Diabetiker?
Ist der Patient Herzkrank?
Ist der Patient Epileptiker?
Ist der Patient Asthmatiker?

SOP - +S - Schwangerschaft?

Könnte es sein, dass die Patientin schwanger ist?
Wann war das letzte mal die Periode?
Wann war das letzte mal Geschlechtsverkehr?
Verhütet die Patientin?
In welcher Schwangerschaftswoche befindet sich die Patientin?

16

SOP - Hypoxie

Ursachen einer Hypoxie

  • Lähmung der Atemmuskulatur
  • Verminderte Belüftung der Alveolen
  • Verlegung der Atemwege (Fremdkörper)
  • Kramp der Bronchialmuskulatur
  • Asthmaanfall
  • flache Atmung
  • Gestörter Gasaustausch
  • mangelnde Perfusion (z.B. bei Lungenembolie)
  • mangelnde O2-Kapazität des Blutes
  • zentral verminderte Durchblutung Hypotonie (bei Herzinsuffizienz oder Schock )

Symptome

  • Unruhe
  • Angst
  • Dyspnoe
  • Zyanose
  • Tachykardie
  • Kreislaufstillstand
  • Bewusstseinsverlust
  • Koma

Maßnahmen:

  • Sauerstoffgabe 10-15 L pro Minute über Mund-Nasen-Maske
  • Atemübungen
  • Beruhigen des Patienten

SOP - Hypovolämie


Ursachen


Symptome:

  • Abfall des Blutdrucks
  • Anschteigende Herzfrequenz ( Schock )
  • niedriger zentraler Venendruck (ZVD)
  • Minderperfusion peripherer Organe (kalte Beine, blässe)

Maßnahmen:

  • Flüssigkeitsgabe I.V. NaCl 0,9% 500ml
  • Bei großem Blutverlust: Bluttransfusion 500ml I.V.

SOP - Hyper-/ Hypokaliämie

Ursache: (Hyperkaliämie)

  • Azidose
  • Coma diabeticum
  • Hyperosmolarität
  • Röntgenkontrastmittel
  • Hypertoneglukoselösung
  • Betablocker
  • I.V. gabe von kationischen Aminosäuren (z.B. paraenteraler Ernährung)
  • ACR-Hemmer
  • Heparin
  • hämorrhagischer Infarkt ( Sepsis )

Symptome: (Hyperkaliämie)

  • Muskelzuckungen
  • Muskelschwäche bis zu Parese
  • gastrointestinale Koliken
  • Übelkeit
  • Diarrhö
  • Bradykardie
  • Tachykardie
  • Herzrhytmusstörungen

EKG Auswertung (Hyperkaliämie)

  • Zeltförmige T-Welle mit schmaler Basis <20 ms
  • P-Abflachung bis hin zum Verlust der P-Welle
  • PQ-Verlängerung
  • QRS-Verbreiterung z.T. schenkelblockartige Deformierung
  • bei einer ausgeprägten Hyperkaliömie kommt es zur ST-Verschmelzung. Sie kündigt meist ein Kammerflimmern oder eine Asystolie an.

Maßnahmen: (Hyperkaliämie)

  • Hydration
  • max. Begrenzung der Kaliumzufuhr auf 2,5g/d
  • Prüfung der Medikation
  • Maßnahmen weiterführen bis 5,0-5,2mmol/l

Maßnahmen: Hyperkaliämie >6,5mmol/l und EKG-Veränderungen

  • Absetzen auslösender Medikamente
  • Stationäre Überwachung
  • kardiales Monitoring
  • Kardioprotektion: Kalziumglukonat
  • Kaliumverschiebung nach intrazellulär: Insulin + Glukose, Salbutamol, Natriumbikarbonat
  • Kaliumelemination: forcierte Diurese (Furosemid + Stero), Kationenaustauscherharze
  • Maßnahmen weiterführen bis 5,0-5,2mmol/l

Ursache: (Hypokaliämie)

  • Nephritis
  • akutes Nierenversagen
  • Leberzirrhose
  • Diarrhö
  • Erbrechen
  • Laxanzienabusus Abführmittelmissbrauch

Symptome: (Hypokaliämie)

  • muskuläre Adynamie bis zur Parese
  • Reflexabschwachung oder -aufhebung (Hyporeflexie)
  • Lähmung der glatten Muskulatur (Obstipation, Blasenlähmung, paralytischer Ileus)
  • Herzrhytmusstörungen bis zum Kammerflimmern

EKG-Auswertung (Hypokaliämie)

  • Abflachung der T- und U-Welle
  • Auftreten von T-U-Verschmelrungswellen
  • Long-QT-Syndrom

Maßnahmen: (Hypokaliämie)

  • Bananen
  • Obstsäfte
  • Kaliumchlodirdpräparate Kaliumchlorid-Brausetabletten können die Magenschleimhaut angreifen.
  • Unter EKG- und Kalium-Kontrolle parenterale Kaliumchlorid zufuhr
  • max. Tagesdosis auf 3 mmol/kg KG, max. 20mmol/h

SOP - Hypothermie

Ursache

  • Senkung der Körperkerntemperatur (KKT) unter 26°C
  • Wärmeproduktion geringer als Wärmeabgabe

Gradeinteilung

  • Grad 1: Exzitation (Abwehrstadium)
  • Grad 2: Adynamie (Erschöpfung)
  • Grad 3: Parlyse
  • Grad 4: Vita reducta

Symptome: Grad 1: Exzitation (Abwehrstadium)

  • Körperkerntemperatur: 35-32°C
  • Unruhe
  • starkes Muskelzittern
  • Hyperventilation
  • Hypertonie
  • Tachykardie
  • Hyperglykämie
  • Sauerstoffverbrauch erhöht sich auf das 6-fache
  • Vasokonstriktion (schmerzende Akren)

Symptome: Grad 2: Adynamie (Erschöpfung)

  • Körperkerntemperatur: 32-30°C
  • Teilnahmslosigkeit
  • Verwirrtheit
  • Bradypnoe
  • Bradykardie
  • Hypotonie
  • Hypoglykämie
  • Starre Muskeln und Gelenke

Symptome: Grad 3: Parlyse

  • Körperkerntemperatur: 30-28°C
  • Bewusstlosigkeit
  • Mydriasis
  • Bradypnoe
  • Bradyarrythmie
  • Hypertonie

Symptome: Grad 4: Vita reducta

  • Körperkerntemperatur: <28°C
  • tiefe Bewusstlosigkeit
  • gleichweite, lichtstarre Pupillen
  • evtl. Apnoe
  • EKG: Kammerflimmern oder Asystolie

Maßnahmen:

  • I.V.-Zugänge legen
  • Atemwegesichern
  • Körperkerntemperatur langsam in die Normothermie bringen
  • Bei KKT <34°C Reanimation bei Erfolgslosigkeit abbrechen
  • Bei KKT <30°C maximal drei Defibirllationsversuche und keine Medikamentengabe

SOP - Herzbeuteltamponade

Ursache:

  • Traumata: Stich-, Schussverletzungen, stumpfes Thoraxtrauma
  • Perikarditis mit Perikarderguss
  • Einblutungen: Herzwandaneurysma
  • Aortenaneurysma
  • Herzwandruptur
  • Tumore
  • Strahlentherapie
  • Spannungspneumothorax

Symptome:


Maßnahmen:

  • Punktion der Herzbeuteltamponade

SOP - Intoxikation

Ursache:

  • Drogenkonsum
  • Alkoholkonsum
  • Gasvergiftungen
  • Lebensmittelvergiftungen
  • Gitfintoxikation

Symptome:

  • Wesensveränderungen
  • Befindlichkeitsveränderungen
  • CAVE: Symptome sind abhänig von der art der Vergiftung und des Gifts.

Maßnahmen:

  • Aufnahme der Gifte verhindern
  • Elimination der Gifte
  • Antidote verabreichen

SOP - Thromboembolie

Ursache: (Virchow-Trias)

  • Verlangsamter Blutfluss
  • Erhöhte Gerinnungsneigung
  • Gefäßwand Schäden

Formen:

  • Venöse Thromboembolie (VTE): Der Embolus befindet sich in einer Vene
  • Arterielle Thromboembolie (ATE): Der Embolus befindet sich in einer Arterie

Symptome: VTE

  • Schwellung
  • Schmerzen
  • Zyanose
  • Schweregefühl
  • Krämpfe

Symptome: ATE

  • Brustschmerzen ausstrahlend in den Hals, Kiefer, Arme, Oberbauch
  • Engegefühl
  • Todesangst

Maßnahmen:

  • Adäquate Lagerung
  • Analgetika
  • Antikoagulation (z.B. 10.000 IE Heparin I.V.)
  • Thrombolyse
  • Embolektomie
  • Bypass

SOP - Spannungspneumothorax

Ursache:

  • Lungenverletzungen
  • Brustwandverletzung

Symptome:

  • Tachykardie
  • Dyspnoe
  • Blutdruckabfall
  • Zyanose
  • Hypoxie
  • Schock
  • sichtbar gestaute Halsvene

Maßnahmen:


17

SOP - Dislokation

Ist der Tubus mit dem Beatmungsgerät verbunden?
Haben etCO2-Sensoren oder Beatmungsfilder für ein Lack gesorgt?
Hat sich der Beatmungsschlauch am Beatmungsgerät gelöst?

SOP - Obstuktion

Sind Tubus oder Beatmungsfilter mit Sekret verstopft?
Muss der Patient abgesaugt werden?
Ist der Beatmungsschlauch eingeklemmt?

SOP - Patient

Ist die Narkose des Patienten ausreichend tief?
Sind die Parameter korrekt eingestellt?

SOP - Equipment

Sind Strom und Sauerstoff angeschlossen?
Ist die Sauerstoff-Flasche geöffnet?
Muss die Sauerstoff-Flasche gewechselt werden?
Sind die Alarme korrekt eingestellt?

SOP - Stomach / Sedierung

Liegt der Tubus richtig?
Wird möglicherweise der Magen beatmet?
Erneute Tubus-Lage-Kontrolle!

18

Die Glasgow-Coma-Scale (GCS) ist ein Assesment tool zur erhebung des Bewusstseinszustandes. Sie besteht aus drei Kategorien.
Die maximale Punktzahl ist 15 und die niedrigste 3. Je kleiner die Zahl, desto tiefer ist die Bewusstlosigkeit.


Augenöffnung:

  • 4 - Spontan
  • 3 - Bei Ansprache
  • 1 - Bei Schmerzreiz
  • 1 - Kein Öffnen der Augen

beste verbale Antwort:

  • 5 - konversationsfähig, orientiert
  • 4 - konversationsfähig, desorientiert
  • 3 - Einzelworte
  • 2 - sinnlose Laute
  • 1 - keine verbale Antwort

beste motorische Reaktion:

  • 6 - Bei Aufforderung
  • 5 - gezielte Bewegung bei Schmerzreiz
  • 4 - ungezielte Bewegung bei Schmerzreiz
  • 3 - abnorme Beugeabwehr
  • 2 - abnorme Streckabwehr
  • 1 - keine Reaktion

Auswertung:

  • 15-14 Punkte: keine Bewusstseinsstörung
  • 13-12 Punkte: leichte Bewusstseinsstörung
  • 11-9 Punkte: mittelschwere Bewusstseinsstörung
  • 8-3 Punkte: schwere Bewusstseinsstörung, Komatös

Mögliche Maßnahmen:

  • 13-12 Punkte: Monitoring
  • 11-9 Punkte: Intubationsbereitschaft
  • 9-3 Punkte: Schutzintubation

Merkhilfen:

"Bei 8 wird noch gelacht, bei 7 musst du Tubus schieben!"
"GCS 8? Gute Nacht!"


19

Das BE-FAST-Schema ist ein Assesmenttool zur diganostik. Es wird für die Erkennung eines Schlaganfalls genutzt.

SOP - B - Balance

Liegt eine Gleichgewichtsstörung vor?
Links-/Rechtsneigung beim Gehen?

SOP - E - Eyes

Liegt eine Sehstörung vor und/oder ein Sehverlust vor?

SOP - F - Face

Ist eine Gesichtshälfte verschoben?
Kann der Patient lächeln oder die Stirn runzeln?

SOP - A - Arms

Kann der Patient beide Arme heben und halten?
Kann der Patient beide Arme gleichzeitig heben?
Kann der Patient seine Arme heben und die Handflächen drehen?

SOP - S - Speech

Spricht der Patient verständlich?
Kann der Patient einen einfachen Satz nachsprechen?
Kann der Patient sinnvolle Sätze bilden?

SOP - T - Time

Wann sind die Symptome aufgetreten?

20

Das GIRL-Schema ist ein Assesmenttool zur beurteilung der Pupillen.

SOP - G - Größe

Sind die Pupillen den Lichtverhältnissen angepasst groß?

SOP - I - Isokorie

Sind die Pupillen gleich weit?

SOP - R - Rund

Sind die Pupillen rund?

SOP - L - Lichtreagibe

Reagieren die Pupillen auf Licht?

21

Das xABCDE-Schema ist ein wichtiges Assesmenttool zur Erkennung von lebensbedrohlichen Verletzungen und zur Priorisierung der Maßnahmen.
Es hilft dabei, die tötlichkeit der Verletzungen zu erkennen und die Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge durchzuführen.

SOP - x - Problem

X-Probleme sind lebensbedrohliche, äußere/sichtbare Blutungen.

Blutungsräume können sein:

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

  • Thorax
  • Abdomen
  • Becken
  • Oberschänkel

Maßnahmen:

  • Druckausüben
  • Druckverband oder Tourniquet
  • HWS-Immobilisation

SOP - A - Problem

A-Probleme sind alle Probleme die Atemwege betreffen.
Trifft eine der folgenden Aussagen zu, liegt ein A-Problem vor.

Symptome für A-Probleme im Ersteindruck:

  • Husten, Nasenflügeln (Säuglinge)
  • Tachypnoe, Dyspnoe (Apnoe)
  • Abnorme Atemmuster, Atemgeräusche
  • Bewusstseinsstörungen -- Panik
  • Zyanose

Hilfen:

  1. Spricht normal ohne Stridor? Ja? Kein A-Problem
  2. Trauma im Kopf-/ Halsbereich? Ja? -> Manuelle In-Line-Stabilisation (MILS) der HWS -> Esmarch-Handgriff / Guedeltubus
  3. Verlegung durch Weichteile? Ja? -> Kopfüberstrecken, Esmarch-Handgriff, Guedel-/Wendeltubus
  4. Verlegung durch Flüssigkeit / Fremdkörper? Ja? -> Absaugen, Fremdkörperentfernung -> Ggf. Kopfüberstrecken, Esmarch-Handgriff, Guedel-/Wendeltubus
  5. Verlegung durch Entzündung / Allergie? Ja? -> SOP - Anaphylaxie
  6. Atemwege frei? Nein? SOP - Erw. Atemwegssicherung Ja? Kein A-Problem

Maßnahmen:

  • Atemwege freimachen & freihalten (Esmarch-Griff, Guedel-/ Wendeltubus)
  • Absaugbereitschaft
  • Atemwegssicherung

SOP - Erweiterte Atemwegssicherung

Basismaßnahmen der Atemwegssicherung

  • Absaugen von Flüssigkeiten, Fremdkörpern
  • Kopfüberstrecken, Esmarch-Handgriff, Guedel-/Wendeltubus
  • Beutelmaskenbeatmung, ggf. Zwei-Hand-Technik, ggf. Lagerung optimieren
  • CAVE: Bei CPR: Beachte CPR-Protokoll

Hilfen:

Initialer bewusstloser Patient mit A-Problem

  1. Basismaßnahmen Atemwegssicherung
  2. Maskenbeatmung mögliche? Ja? Beatmung mit hohem FiO2 -> B-Problem; Nein?
  3. Extraglottischer Atemweg je nach persönlicher Expertise und verfügbarkeit. SOP-M Larynxmaske , SOP-M Larynxtubus
  4. Erfolgreich? Ja? Beatmung mit hohem FiO2 -> B-Problem; Nein?
  5. Intubationsversuch Endotracheale Intubation SOP-M Intubation
  6. Erfolgreich? Ja? Beatmung mit hohem FiO2 -> B-Problem; Nein?
  7. SOP-M Chirurgischer Atemweg

SOP - B - Problem

Als B-Probleme sind alle Probleme welche die Atmung/Belüftung der Lunge betreffen.

Atemfrequenzen

  • Säugling: 30-60/min
  • Kleinkind: 24-45/min
  • Schulkind: 180-30/min
  • Jugendl. / Erwachsener: 12-16/min

Hilfen:

  1. Apnoe oder Schnappatmung? Ja? SOP-A Reanimation ; Nein?
  2. Normale Atemfrequenz, Atemmuster / -geräusche? Ja? Situationsabhängige O2-Gabe -> Kein B-Problem; Nein?
  3. Spannungspneumothorax? Ja? SOP-M Thoraxentlastungspunktion -> SOP-M Fingerthorakostomie / SOP-M Thoraxdrainage
  4. Bradypnoe? Ja? Situationsabhängige O2-Gabe, ggf. assistierte Beatmung -> Kein B-Problem; Nein?
  5. Tachypnoe? Ja? Nach Ausschluss psychogener Hyperventilation: Situationsabhängige O2-Gabe; ggf. assistierte Beatmung -> Kein B-Problem; Nein?
  6. Feuchte Rasselgeräusche? Ja? Nein? -> 9. Bronchiale Obstuktion
  7. Kardialer Genese? Ja? SOP-A Lungenödeme
  8. Aspiration / Pneumonie? Ja? Situationsabhängige O2-Gabe; ggf. Beatmung -> Kein B-Problem
  9. Bronchiale Obstuktion? Ja? SOP-A Obstuktive Atemnot

SOP - C - Problem

C-Probleme sind alle Probleme welche den Kreislauf betreffen.

Symptome für C-Problem im Ersteindruck:

  • Blässe, Kaltschweißigkeit
  • Tachypnoe
  • Marmorierte Haut
  • Rekap-Zeit >2 Sek.
  • Vigilanzminderung

Hilfen:

  1. Relevante (äußere) Blutung? Ja? SOP-A Lebensbedrohliche Blutung ; Nein?
  2. Zentral pulslos? Ja? SOP-A Reanimation ; Nein?
  3. Gut tastbarer normofrequenter periphere Puls? Ja? Kein C-Problem; Nein?
  4. Schocksymptomatik? Ja? SOP-A Schock
  5. Bradykardie? Ja? SOP-A Bradykardie ; Nein?
  6. Tachykardie? Ja? Volumenbedingte Bedarfstachykardie? Ja? SOP-A Schock ; Nein? SOP-A Tachykardie ; Nein? Kein C-Problem

SOP - Schnelle Trauma Untersuchung (STU)

Indikation für die Durchführung der STU

  • Trauma (Bei lokalem Trauma gezielt untersuchen nach KISS & DIK)
  • Bewusstlosigkeit (Traumaassoziiert)
  • Schocksymptomatik
  • Starke Schmerzen

Die STU soll hinweise auf Traumata geben. Sie besteht aus einem schnellen abtasten um Verletzungen zu erkennen.
Zur Untersuchung immer Entkleiden!


Kopf:

  • Blutung / Verletzung
  • Abtasten desd Gesichtsschädels
  • Inspektion der Gehörgänge, Nase, Mund

Hals:

  • Halsvenenstauung
  • Hautemphysem
  • Deformitäten oder Druckschmerz

Thorax:

  • Asymmetrische Thoraxbewegung
  • Stabilität in 2 Ebenen
  • Blutung / Verletzung
  • DIK der Rippen
  • Bilaterale Atemgeräusche
  • Paradoxe oder inverse Atmung
  • Hautemphysem

Abdomen:

  • Blutun / Verletzung
  • weich / abwehrgespannt / aufgetrieben
  • Druckschmerz

Becken:

  • KISS
  • Blutung / Verletzung
  • Liegt DIK vor

Oberschenkel:

  • Blutung / Verletzung
  • Schwellungen / Deformitäten
  • Liegt DIK vor

Unterschenkel / Arme:

  • Blutungen / Verletzungen
  • Schwellung / Deformitäten
  • DMS

Rücken:

  • Hartspann, Stufenbildung, Druckschmerz

SOP - D - Problem

D-Probleme sind alle Probleme welche mit Neurologischen Defiziten einhergehen.

Symptome für D-Probleme im Ersteindruck

  • Vigilanzminderung / Verlangsamung
  • Fehlender oder vegetativ gesteuerte Reaktion
  • motorische / sensible und / oder Sprach- / Sprechstörungen
  • Psychische / psychatrische Störung

Hilfen:

  1. AVPU, Pupillen, Motorik + Sensorik, Verhalten normal? Ja? Kein D-Problem Nein?
  2. Gewalteinwirkung / ZNS-Trauma ? Ja? SOP-A Schädel-Hirn-Trauma ; Nein?
  3. Generalisierter Krampfanfall? Ja? Alter >= 16 Jahre? Ja? SOP-A Krampfanfall Erwachsener Nein? Krampfanfall Kind ; Nein?
  4. Anzeichen für Schlaganfall? Ja? SOP-A Schlaganfall ; Nein?
  5. Blutzucker < 60mg/dl? Ja? SOP-A Hypoglykämie ; Nein?
  6. Anzeichen für Intoxikation? Ja? SOP-A Intoxikation ; Nein?
  7. Psychische / psychatrische Störung? Ja? SOP-A Psychatrischernotfall ; Nein?
  8. Klassifizierung der Vigilanz mittels GCS -> E-Problem

SOP - E - Problem

E-Probleme sind alle Probleme welche mit der Umgebung des Patienten zu tun haben.

Symptome für E-Probleme im Ersteindruck

  • Hypothermie: mild 35-32°C, moderat 32-28°C, schwer <28°C
  • Hyperthermie: mild 37-38°C, moderat 38-40°C, schwer >40°C
  • Starke sofort behandlungsbedürftige Schmerzen
  • Information aus der Eigen-/ Fremdanamnese

Hilfen:

  1. Normothermie + Schmerzfrei? Ja? Kein E-Problem; Nein?
  2. Hyperthermie? Ja? Moderates Kühlen
  3. Hypothermie? Ja? Wärmeerhalten Nein? Zweituntersuchung
  4. Schwere Hypothermie? Ja? Immobilisation Nein? Zweituntersuchung
  5. Sofort behandlungsbedürftige Schmerzen? Ja? SOP-A Starke Schmerzen ; Nein? Zweituntersuchung

22

SOP-A - ALS-Grundsätze

Allgemeine Grunsätze

  • Ein Reanimationsversuch ist unaufschiebbar und kann nicht nachgeholt werden. Daher im Zweifel immer einen Reanimationsversuch einleiten und so lange regelgerecht durchführen, bis die personellen Ressourcen ausreichen, um alle notwendigen Informationen zu ermitteln.
  • Als ersteintreffendes Rettungsmittel keine Prüfung von Patientenverfügung o.ä., sondern zunächst sämtliche Teamressourcen für Reanimationsversuch nutzen. Die Ermittlung des Patientenwillens und ggf. Abbruch der Reanimation erfolgt erst, wenn nachrückende Kräfte eingetroffen sind.
  • Angehörige verständlich und ehrlich über Patientenzustand und Prognose informieren
  • Alle entscheidungsrelevante Faktoren umfassend dokumentieren
  • Auch unter der Dringlichkeit einer Reanimationssituation stets die Gefahren der Einsatzstelle beurteilen und den Eigenschutz sicherstellen (Szene - Sicherheit - Situation)

Verzicht auf Reanimation

Zulässige Kriterien für den Verzicht auf die Einleitung einer Reanimation durch Einsatzkräfte:

  • Unzweifelhaft vorliegende sichere Todeszeichen (Totenstarre, Totenflecke, Fäulnis, nicht mit dem Leben zu vereinbarende Verletzungen). Ersthelfer-Reanimationen müssen bei erkannten sicheren Todeszeichen aufgrund der fehlenden Indikation nicht fortgeführt werden.
  • Entscheidung durch Notarzt im besonderen Einzelfall, wenn die hierfür notwendigen Informationen bereits vorliegen (z.B. gesicherte Palliativsituation)

Abbruch einer begonenen Reanimation

Die endgültige Entscheidung zum Abbruch einer indizierten Reanimation trifft ausschließlich der behandelnde Arzt. Dies ist im Regelfall der Notarzt. Bei der Entscheidungsfindung wird das gesamte Behandlungsteam einbezogen.

Tatsächlich ermittelbaren oder mutmaßlichen Patientenwillen beachten
  • Ziele und Wertvorstellungen der Patienten?
  • Patientenverfügung? Einsatzweise Auskunft durch Angehörige, Betreuer o. Bevollmächtigte

Medizinische Maßnahmen im Team evaluieren
  • Alle reversiblen Ursachen (4 Hs und HITS) adressiert?
  • Indikationen zur eCPR? Weitere Therapievorschläge?

Abbruchkriterien

Möglich geeignete Kriterien für einen Abbruch der Reanimation
  • Anhaltende Asystolie trotz 20min. ALS-Maßnahmen ohne erkennbare reversible Ursache

Kriterien, die jeweils nicht alleine die Entscheidungsfindung beeinflussen sollen
  • Unbeobachteter Kollaps mit initialer Asytolie und ohne Ersthelfermaßnahmen bis Eintreffen des Rettungsdienstes
  • Vorerkrankungen und Gebrechlichkeit (Farilty)
  • Niedriger endtidaler Kohlendioxidwert (etCO2) trotz qualitativ hochwertiger CPR

Ungeeignete Kriterien
  • Pupillenstatus (zu viele Einflussfaktoren)
  • Körpertemperatur (kann Ursache sein)

SOP-A - ALS-Erwachsene

Leitsymptom:

  • Keine Reaktion
  • Keine normale Atmung

Maßnahmen während der CPR

  • CPR hoher Qualität sichern: Frequentz, Tiefe, Entlastung
  • Unterbrechung der Thoraxkompressionen minimieren
  • Sauerstoffgeben
  • Kapnographie anwenden
  • Thoraxkompressionen ohne Unterbrechung wenn Atemwege gesichert
  • Gefäßugänge (primär intravenös, alternativ intraossär)
  • Adrenalin alle 4 Minuten SOP-A Medikamentengabe unter CPR-Erwachsene
  • Amiodaron nach der 3. erfolglosen Defibrillation
  • Behandlung der reversiblen Ursachen SOP-A 4H 4Hits

Zu erwägende Maßnahmen

  • Sonographie
  • Verwendung von mechanischen Reanimationsgeräten für Transport oder weitere Behandlung
  • Koronarangiographie und Perkutane Coronar-Intervention (PCI)
  • Extrakorporale CPR

ALS-Algorythmus

Schritt 0: Maßnahmen nach dem Eintreffen
  • Kardiopulmonale Reanimation (CPR) 30:2
  • Defibrillator / EKG-Monitor Anschließen
  • Unterbrechungen minimieren
  • Weitere Unterstützung notwendig? (NEF / LHF)

Schritt 1: EKG-Rythmusbeurteilen
  • Defibrillierbar? (Ventrikuläre Tachykardie / pulslose Ventrikuläre Tachykardie)? -> Schritt 2
  • ROSC? -> Schritt 3
  • nicht Defibrillierbar? (PEA (Pulslose Elektrische Aktivität) / Asystolie) -> Schritt 4

Schritt 2: Defibrillierbarer EKG-Rythmus
  1. 1 Schock unter minimaler CPR-Unterbrechung
  2. ALS (CPR) sofort für 2min weiterführen und Unterbrechungen minimieren
  3. 3 erfolglose Schocks? Ja? SOP-A eCPR , Nein? -> Schritt 1: EKG-Rythmusbeurteilung

Schritt 3: ROSC (Return of spontaneous Circulation)

Schritt 4: nicht Defibrillierbar (Pulslose Elektrische Aktivität / Asystolie)
  1. Ursache Trauma wahrscheinlich? Ja? SOP-A Traumareanimation
  2. ALS (CPR) sofort für 2min weiterführen und Unterbrechungen minimieren
  3. Indikatin eCPR? Ja? SOP-A eCPR , Nein? -> Schritt 1: EKG-Rythmusbeurteilung

SOP-A - Medikamente unter CPR - Erwachsene

Medikamente

  • I.V/I.O Adrenalin 1mg (Supadrenalin)
  • I.V/I.O Amiodaron 1. Gabe 300mg (Cordarex)
  • I.V/I.O Amiodaron 2. Gabe 150mg (Cordarex)

Medikation bei defibrillierbaren Rythmen (Ventrikuläre Tachykardie / pulslose Ventrikuläre Tachykardie)

  1. Schock -> 2 Min CPR
  2. Schock -> 2 Min CPR + Adrenalin 1mg
  3. Schock -> 2 Min CPR
  4. Schock -> 2 Min CPR + Amiodaron 300mg
  5. Schock -> 2 Min CPR + Adrenalin 1mg
  6. Schock -> 2 Min CPR + Amiodaron 150mg
  7. Schock -> 2 Min CPR + Adrenalin 1mg
  8. Schock -> 2 Min CPR
  9. ROSC

Medikation bei nicht defibrillierbaren Rythmen (PEA / Asystolie)

  1. Analyse -> 2 Min CPR + Adrenalin 1mg
  2. Analyse -> 2 Min CPR
  3. Analyse -> 2 Min CPR + Adrenalin 1mg
  4. Analyse -> 2 Min CPR
  5. Analyse -> 2 Min CPR + Adrenalin 1mg
  6. Analyse -> 2 Min CPR
  7. Analyse -> 2 Min CPR + Adrenalin 1mg
  8. Analyse -> 2 Min CPR
  9. ROSC

SOP-A - ALS-Kinder

Leitsymptom:

  • Keine Reaktion
  • Keine normale Atmung

Maßnahmen während der CPR

  • CPR hoher Qualität sichern: Frequentz, Tiefe, Entlastung
  • Unterbrechung der Thoraxkompressionen minimieren
  • Sauerstoffgeben
  • Kapnographie anwenden
  • Thoraxkompressionen ohne Unterbrechung wenn Atemwege gesichert
  • Gefäßzugänge (primär intravenös, alternativ intraossär)
  • Adrenalin alle 4 Minuten SOP-A Medikamentengabe unter CPR-Kinder
  • Amiodaron nach der 3. erfolglosen Defibrillation
  • Behandlung der reversiblen Ursachen SOP-A 4H 4Hits

Zu erwägende Maßnahmen

  • Sonographie
  • Verwendung von mechanischen Reanimationsgeräten für Transport oder weitere Behandlung bei Kindern ≤8 Jahren
  • Extrakorporale CPR

ALS-Algorythmus

Schritt 0: Maßnahmen nach dem Eintreffen
  • Kardiopulmonale Reanimation (CPR) 15:2 mit 5 initialen Beatmungen
  • Defibrillator / EKG-Monitor Anschließen
  • Unterbrechungen minimieren
  • Weitere Unterstützung notwendig? (NEF / LHF)

Schritt 1: EKG-Rythmusbeurteilen
  • Defibrillierbar? (Ventrikuläre Tachykardie / pulslose Ventrikuläre Tachykardie)? -> Schritt 2
  • ROSC? -> Schritt 3
  • nicht Defibrillierbar? (Pulslose Elektrische Aktivität / Asystolie) -> Schritt 4

Schritt 2: Defibrillierbarer EKG-Rythmus
  1. 1 Schock 4 Jule / kgKG unter minimaler CPR-Unterbrechung
  2. ALS (CPR) sofort für 2min weiterführen und Unterbrechungen minimieren
  3. 3 erfolglose Schocks? Ja? SOP-A eCPR , Nein? -> Schritt 1: EKG-Rythmusbeurteilung

Schritt 3: ROSC (Return of spontaneous Circulation)

Schritt 4: nicht Defibrillierbar (PEA / Asystolie)
  1. Ursache Trauma wahrscheinlich? Ja? SOP-A Traumareanimation
  2. ALS (CPR) sofort für 2min weiterführen und Unterbrechungen minimieren
  3. Indikatin eCPR? Ja? SOP-A eCPR , Nein? -> Schritt 1: EKG-Rythmusbeurteilung

SOP-A - Medikamente unter CPR - Kinder

Medikamente

  • I.V/I.O Adrenalin 0,01mg/kgKG (Supadrenalin)
  • I.V/I.O Amiodaron 5mg/kgKG (Cordarex)

Jule abgabe 1. Schock

  • 5 KG = 20J
  • 10 KG = 40J
  • 20 KG = 80J
  • 25 KG = 100J
  • 30 KG = 120J
  • 40 KG = 160J

Jule abgabe weitere Schocks

  • 5 KG = 10J
  • 10 KG = 20J
  • 20 KG = 40J
  • 25 KG = 50J
  • 30 KG = 60J
  • 40 KG = 80J

Dosierung Adrenalin (Supadrenalin) 0,01mg/kgKG

  • 25 KG = 125mg (2,5ml)
  • 30 KG = 150mg (3ml)
  • 40 KG = 200mg (4ml)

Dosierung Amiodaron (Cordarex) 5mg/kgKG

  • 5 KG = 25mg (0,5ml)
  • 10 KG = 50mg (1ml)
  • 20 KG = 100mg (2ml)

Medikation bei defibrillierbaren Rythmen (Ventrikuläre Tachykardie / pulslose Ventrikuläre Tachykardie)

  1. Schock -> 2 Min CPR
  2. Schock -> 2 Min CPR + Adrenalin 0,01mg/kgKG
  3. Schock -> 2 Min CPR
  4. Schock -> 2 Min CPR + Amiodaron 5mg/kgKG
  5. Schock -> 2 Min CPR + Adrenalin 0,01mg/kgKG
  6. Schock -> 2 Min CPR + Amiodaron 5mg/kgKG
  7. Schock -> 2 Min CPR + Adrenalin 0,01mg/kgKG
  8. Schock -> 2 Min CPR
  9. ROSC

Medikation bei nicht defibrillierbaren Rythmen (Pulslose Elektrische Aktivität / Asystolie)

  1. Analyse -> 2 Min CPR + Adrenalin 0,01mg/kgKG
  2. Analyse -> 2 Min CPR
  3. Analyse -> 2 Min CPR + Adrenalin 0,01mg/kgKG
  4. Analyse -> 2 Min CPR
  5. Analyse -> 2 Min CPR + Adrenalin 0,01mg/kgKG
  6. Analyse -> 2 Min CPR
  7. Analyse -> 2 Min CPR + Adrenalin 0,01mg/kgKG
  8. Analyse -> 2 Min CPR
  9. ROSC

SOP-A - Trauma-Reanimation

Leitsymptom / Indikation


Prioritäten der Maßnahmen

  • Behandlung reversibler Ursachen nach cABC-Schema hat Vorrang: Höchste Priorität!
  • Behandlung unmittelbar beginnen, zeitaufwendige Transportmanöver oder Umlagerungen vermeiden
  • Begonnene ALS-Maßnahmen nur dann weiter durchführen, wenn dafür weitere Ressourcen neben der Behandlung der reversiblen Ursachen vorhanden sind

Blutstillungsschema

  • Manuelle Kompression
  • Kompressionsverband
  • Tourniquet
  • Beckenschlinge

ALS-Rythmus in kombination mit cABCDE-Maßnahmen

  1. x-Problem - Massive Blutung? Ja? SOP-A Lebensbedrohliche Blutung
  2. A-Problem - Oxygenierungt & Ventilation -> SOP - A-Problem
  3. B-Problem - SOP-A Erweiterte Atemwegssicherung -> SOP-M Thoraxentlastungspunktion -> SOP-M Fingerthorakostomie
  4. C-Problem - Hypovolämie therapieren: < 15min letztes Lebenszeichen? Ja? SOP-M Clamshell-Thorakostomie
  5. 2x großlumiger Zugang (I.V./I.O) oberhalb des Bauchnabels
  6. mind. 1000ml VEL Druckinfusion bis ROSC
  7. ROSC? Ja? Transport in Zielklinik, Nein? Beendigung der Maßnahmen

Lebenszeichen bei Traumareanimation

  • Jede elektrische Aktivität im EKG
  • Jede Atmungsaktivität (inkl. Schnappatmung)
  • Spontanbewegungen
  • Jede Herzaktivitätin der Sonographie

SOP-A - eCPR - Extrakorporale kardiopulmonale Reanimation

Kriterien für eCPR

  • Vermutlich kardiale Genese oder Hypothermie
  • Alter < 75 Jahre
  • Beobachteter Herzkreislaufstillstand mit Telefon-/Ersthelferreanimation

Einschlusskriterien eCPR

  • Vermutlich kardiale Genese oder Hypothermie
  • Alter < 75 Jahre
  • Beobachteter Herzkreislaufstillstand mit Telefon-/Ersthelferreanimation
  • Mechanische CPR durchführbar

Ausschlusskriterien eCPR

  • Trauma-Genese
  • Erster Rhytmus Asystolie
  • Multimorbidität oder Pflegebedrüftigkeit
  • Bekannte terminale Erkrankung
  • Patientenverfügung mit Verzicht auf Maßnahmen wie Reanimation, endotracheale Intubation, etc.

Hinweis zu Transport bei eCPR

  • Keine Unterbrechung des Transportes
  • Kontinuierliche mechanische Reanimation
  • Keine weiteren Defibrillationen oder Adrenalingabe
  • Weitere Schocks nur bei Rhytmusänderungen
  • Atemwegssicherung wegen Dislokation engmaschig reevaluieren

ECLS-Zentrum (Extra-Corporal Life-Support Zentrum)

  • Mount Zohan Hospital - Stichwort ECMO (inkl. Kinder)
  • St. Fiacre Hospital - Stichwort ECMO

Algorythmus eCPR

  1. Leitsymptom: Herzkreislaufstillstand
  2. Nach dem 3. Zyklus ROSC? Ja? Strukturierte Voranmeldung und Transport in nächstes Cardiac Arrest Center, Nein?
  3. Kriterien für eCPR erfüllt? Nein? SOP-A Reanimation , Ja?
  4. Schnellstmögliche Nachalamierung mit Stichwort "eCPR"
  5. Mechanische Reanimationshilfe nutzen SOP-M - Mechanische Reanimationshilfe
  6. Transport in ECLS-Zentrum
  7. Transportstrategie in Zielklinik

23

SOP-A - Obstuktive Atemnot

Symptome

  • Verlängertes Exspirium
  • Exspiratorischer Stridor
  • AF > 25 / min SpO2 <90%
  • HF > 110 / min
  • Silent-Lung-Phänomen

Besserung

  • Abnahme der AF
  • SpO2 im Zielwertbereich

Verschlechterung

  • ggf. Bewusstseinsstörung
  • SpO2 Abfall < 85 %

Medikation

  • Salbutamol Inhalation: Erw: 2,5mg, K: 0,5mg/Lj (max 2,5mg)
  • Beachte Salbutamol: Besondere Vorsicht bei schweren Herzkrankheiten; 1,5mg Salbutamolsufat entsprechen 1,25mg Salbutamol
  • Ipratropiumbromid Inhalation: Erw: 0,5mg; K: 6-12 J.: 0,25mg
  • Prednisolon I.V: Erw: 100mg (bei COPD 50mg); K: 1-2mg/kgKG i.v.

Algorythmus Obstuktive Atemnot

  1. Leitsymptom Obsturktive Atemnot
  2. Beruhigen, 30° Oberkörperhochlagerung, Lippenbremse
  3. Sauerstoffanpassung: bei COPD: SpO2 88-92%, bei Asthma: SpO2 >94%
  4. Salbutamol 2,5mg + Ipratropiumbromid 0,5mg über Verneblermaske
  5. Besserung der Symptomatik? Nein? NIV-Therapie (CPAP) -> Prednisolon: COPD: 50mg i.v., Asthma: 100mg i.v.; Ja? -> Transportstrategie Zielklinik
  6. Bronchodilatation: Reproterol / Magnesiumsulfat
  7. Anxiolyse: Morphin, Esketamin, Midazolam
  8. Transportstrategie Zielklinik

SOP-A - Anaphylaxie

Symptome nach Grad/ Grad einteilung

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

Hautreaktion:

Hautreaktionen sind in Grad zu finden.
Hautreaktionen können sein:

  • Juckreiz
  • Flush
  • Urtikaria

Symptome im Respiratorischen Trakt:

Reaktionen im Respiratorischen Trakt sind entweder Grad 2 oder 3, je nach Schwere.
Symptome können sein

  • Grad II: Rhinorrhö,
  • Grad II: Heiserkeit,
  • Grad II: Dyspnoe,
  • Grad III: Larynxödeme,
  • Grad III: Zyanose,
  • Grad III: Bronchospasmus

Symptome Herz-Kreislauf-System:

Reaktionen welche das Herz-Kreislauf-System betreffen sind je nach schwere Grad 2 oder 3.

  • Grad II: Tachykardie
  • Grad II: Hypotension
  • Grad II: Arrythmie
  • Grad III: Schock

Kreislaufstillstand:

Ein Kreislaufstillstand, Anaphylaktischer genese ist immer eine Reaktion vierten Grades.


Hinweis zur Gradeinteilung

Eine Hautreaktion sowie Symptome in Respirationstrakt und in Herz-Kreislauf können in unterschiedlicher Kombination und in unterschiedlicher Schwere gleichzeitig vorliegen
Begleitend können auch gastrointestinale Symptome wie Übelkeit und Erbrechen vorkommen
Die genaue Abgrenzung zwischen Grad II und Grad III ist wegen fließendem Übergang im Einsatz meist nicht möglich, aber auch nicht therapierelevant
Therapie mit Adrenalin i.m. ist indiziert, sobald eines der beschriebenen Symptome von Grad II oder Grad III erkannt wird


Grundsatz:

  • Allergene beseitigen
  • Situativ bei durch RTW nicht beherrschtem A-Problem: Transportpriorität und NA-Rendezvous

Medikamente:

  • Adrenalin i.m: Erw.: 0,5mg Kind: 0,01 mp kg/KG (max: 0,5mg)
  • Adrenalin inhalativ: Erw. + Kind: 3mg
  • Adrenalin i.v. (Perfusor): Erw. + Kind: 0,05-1.0µg /kgKG /min
  • Clemastin i.v: Erw.: 2mg Kind: 0,03mg /kgKG
  • Prednisolon i.v: Erw.: 250mg Kind: >15 kg = 50mg, 15-30kg = 100mg, >30kg = 250mg

Einsatzablauf:

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.


Grad I:

  1. i.v. Zugang
  2. Transportstrategie Zielklinik

Grad II-III: Respiratorischer Genese

  1. Adrenalin 0,5mg i.m
  2. i.v. Zugang
  3. Adrenalin 3mh inhalativ
  4. Prednisolon 250mh i.v.
  5. Clemastin 2mg i.v.
  6. Vitale bedrohliche Kreislaufdepression? Nein -> Transportstrategie Zielklinik Ja?
  7. Adrenalin 0,5mg i.v. frühestens 10min nach erster i.m.-Gabe
  8. Vitale bedrohliche Kreislaufdepression? Nein -> Transportstrategie Zielklinik Ja?
  9. Adrenalin 0,05 - 1,0 µg / kgKG / min i.v: Sprizenpumpe mit 1mg / 50ml = 20µg/ml, Initale Laufrate 15ml / h = 5µg/min

Grad II-III: Kardiovaskulärer Genese

  1. Adrenalin 0,5mg i.m
  2. i.v. Zugang 2x großlumig
  3. Infusionstherpie VEL 20ml / kgKG i.v.
  4. Prednisolon 250mh i.v.
  5. Clemastin 2mg i.v.
  6. Vitale bedrohliche Kreislaufdepression? Nein -> Transportstrategie Zielklinik Ja?
  7. Adrenalin 0,5mg i.v. frühestens 10min nach erster i.m.-Gabe
  8. Vitale bedrohliche Kreislaufdepression? Nein -> Transportstrategie Zielklinik Ja?
  9. Adrenalin 0,05 - 1,0 µg / kgKG / min i.v: Sprizenpumpe mit 1mg / 50ml = 20µg/ml, Initale Laufrate 15ml / h = 5µg/min

Grad IV:

  1. SOP-A Reanimation

24

SOP-A - Akutes Konorarsyndrom (ACS)

Symptome

  • Retrosternales Druckgefühl, Brustenge, Brennen, Stechen
  • Austrahlung möglich: Oberbauch, Atemnot, Hals, Kiefer
  • Atemnot, Angst
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Bei unklarem Thoraxschmerz: Sonographie erwägen, SOP-M-Sonographie

Beachte:


Einsatzablauf:

Arbeitsdiagnose: Akutes Konorarsyndrom

  1. Beruhigung 30° Oberkörperhochlagerung
  2. Sauerstoffgabe Zielwert: SpO2 > 90%
  3. RR - Messung (beidseits)
  4. 12-Kanal-EKG (<10 min nach Erstkontakt) CAVE: SOP-M-Erkennen von Ischämiezeichen
  5. Hinweis auf Aortensyndrom? SOP-A-Akutes Aortensyndrom
  6. i.v. Zugang
  7. Acetylsalicylsäure 250mg i.v. / 300mg p.o
  8. Heparin 70 IE / kgKG, max 5.000 IE i.v.
  9. Schmerzen NRS > 3? Nein? Schritt 11
  10. Mophin 3mp i.v.
  11. Übelkeit / Erbrechen? Nein? Schritt 14
  12. Dimenhydrinat (Vomex A) 63mg i.v.
  13. RR-Senkung bei RR syst. >180mmHg, Metroprolol / Nitroglycerin -> Zielwert RR syst. 140mmHg
  14. Transportstrategie Zielklinik

CAVE

  • Bei STEMI: Vorsorglich Defibrillationselektroden aufkleben und Transportziel Herzkatheterlabor
  • Frühzeitiger Transportbeginn

Medikamente

  • Acetylsalicylsäure 300mg i.V.
  • Heparin 5000 IE.
  • ggf. Morphin 3mg (Max 10mg)


Dosierung: Acetylsalicylsäure

  • Erw: 250mg i.v. / 300mg p.o.

Kontraindikation: Acetylsalicylsäure

  • Magen-Darm-Geschwüre
  • Blutungsneigung
  • Schwangerschaft

Dosierung: Heparin

  • Erw: 70IE / kgKG i.v. max. 5000IE

Kontraindikation: Heparin

  • Akute Blutungsneigung
  • Einnahme von Antikoagulantien
  • Heparin-induzierte Thrombozytopenie

Dosierung: Morphin

  • Erw: 3mg (max 10mg)

Kontraindikation: Morphin

  • Hypotonie
  • Bradykardie

Beachte:

  • Ziel NRS>3

Kontraindikation: Dimenhydrinat (Vomex A)

  • Epilepsie
  • Eklampsie

Dosierung: Dimenhydrinat

  • Erw: 62mg

Beachte:

  • Bei STEMI: Vorsorglich Defibrillationselektroden aufkleben und Transportziel Herzkatheterlabor
  • frühzeitiger Transportbeginn

SOP-A - Hypertensiver Notfall

Symptome

Hypertensive Blutdruckentgleisung plus:
  • Dyspnoe
  • Thoraxschmerz
  • Neurologische Defizite (BEFAST auffällig)
  • Vigilanzminderung
  • Verwirrtheit
  • Krampfanfall

Einsatzablauf:

  1. Leitsymptom: Hypertensiver Notfall
  2. Beruhigen + 30° Oberkörperhochlagerung
  3. RR-Messung
  4. Schwangerschaft? -> RR syst. >170 mmHg oder RR dia. >110 mmHg? WEITER 13.
  5. 12-Kanal-EKG
  6. Hinweis auf Aortensyndrom? -> SOP-A-Aortensyndrom
  7. Hinweis auf Lungenödeme? -> SOP-A-Lungenödem
  8. Hinweis auf ACS? -> SOP-A-Akutes Konorarsyndrom (ACS)
  9. Hinweis auf Schlaganfall? -> SOP-A-Schlaganfall
  10. RR syst. >220 mmHg oder RR dia. >110 mmHg? Nein -> Transportstrategie Zielklinik
  11. Vigilanzminderung ODER Krampfanfall ODER Verwirrtheit / Desorientierung? Nein -> Transportstrategie Zielklinik
  12. Urapidil: 5 mg i.v., Wiederholungsgabe in 5-mg-Schritten alle 5 Minuten bis Zielwert erreicht (max. 25mg). Zielwert: Senkung des MAD um 20-25%
  13. Bei Schwangerschaft und RR syst. >170 mmHg oder RR dia. >110 mmHg: Urapidil: 5mg i.v., Wiederholungsgabe in 5-mg-Schritten alle 5 Minuten bis Zielwert erreicht (max. 25mg). Zielwert: RR sys <180mmHg UND RR dia. <105mmHg
  14. Transportstrategie Zielklinik

Medikation

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

Kontraindikation: Urapidil

  • Aortenstenose

Dosierung (i.v.)

  • Erw: 5 mg (max 25mg)

Beachte:

  • Vorsichtig titrieren
  • Therapieerfolg auch nach Erreichen der Zielwerte weiterhin engmaschig überwachen

MAD = Mittlerer arterieller Druck:

  • Wird bei NIBP-Messung auf dem Monitor als kleiner Zahlenwert neben RR syst. und RR dia. angezeigt.
  • Wenn MAD nicht ermittelbar, ersatzweise Senkung des RR syst. 20-25% als Zielwert verwenden

Schulung:

Definition des hypertensiven Notfalls: Akute Erhöhung des systolischen und/oder diastolischen Blutdrucks mit gleichzeitiger hypertoniebedingter Organschädigung.
Fachbegriff: Hypertension mediated organ damage (HMOD)

Mögliche klinische Symptome einer hypertoniebedingten Organschädigung:

  • Akute Aortendisektion
  • Akute Linksherzdekompensation / Lungenödem
  • Akute Koronarsyndrom
  • Schlaganfall / Intrazerebrale Blutung
  • Posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES): Kopfschmerz, Sehstörung, Vigilanzminderung, Verwirrtheit/Desorientierung und ggf. Krampfanfall
  • Akutes Nierenversagen

Die medikamentöse Blutdrucksenkung erfolgt gemäß der jeweils zutreffenden SOP-A.
Als Sonderfall ist bei schwerer Schwangerschafthypertonie auch ohne klinische Symptome ebenfall eine medikamentöse Blutdrucksenkung indiziert. Kopfschmerz, Sehstörung oder Bauchschmerz weisen bei Schwangerschafthypertonie zusätzlich auf Präeklampsie oder HELLP-Syndrom hin.
Bei hypertensiven Blutdruckentgleisungen, die nicht die o.g. genannten Kriterien erfüllen, findet unabhängig vom RR-Wert keine regelhafte präklinische medikamentöse Blutdrucksenkung statt, da die Risiken und Nebenwirkungen den zu erwartenden Nutzen zumeist Übersteigen.

Keine Indikation zu präklinischen medikamentösen Blutdrucksenkung:

  • Unspezifischer Kopfschmerz ohne neurologische Symptome
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Innere Unruhe

SOP-A - Lungenödeme

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

Symptome

  • fein bzw. grobblassige Rasselgeräusche
  • AF > 25/min SpO2 < 94%
  • HR > 110/min

Einsatzablauf

  1. Arbeitsdiagnose: Lungenödem
  2. Beruhigen 30° Oberlörperhochlagerung
  3. Sauerstoffanpassung Zielwert: SpO2 > 94%
  4. RR-Messung (Beidseits)
  5. 12-Kanal-EKG (<10min nach Erstkontakt)
  6. SpO2 < 90% trotz Sauerstoffgabe?
  7. NIV-Therapie (CPAP) SOP-M-NIV-Therapie
  8. RR syst. < 90mmHg -> SOP-A-Schock
  9. RR syst. 90 - 160mmHg -> ggf. Furosemid 40-80mg i.v. -> weiter 13.
  10. RR syst. > 160mmHg -> Urapidil 5mg i.v.
  11. Nach 5min RR - Kontrolle Ziel: RR syst. <140min ggf. weitere Gabe
  12. ggf. Nitroglycerin 33-133μg/min i.v.
    Spritzenpumpe mit 50 mg / 50 ml = 1 mg / ml
    Initiale Laufrate 2 - 8 ml / h = 33 - 133 μg / min
  13. Transportstrategie Zielklinik

Medikamente

KI - Urapidil

  • Erw.: 5mg (max 25mg)

Kontraindikation: KI - Urapidil:

  • Aortenstenose

Therapieoptionen für den Notarzt

  • Nitroglycerin i.v. bei Hypertonie ( CAVE: Wirkungsverstärkung bei vorheriger Urapidil-Gabe, KI: Einnahme PDE-5-Hemmer)
  • Furosemid i.v. je nach Volumenstatus

Hinweise auf Hypervolämie:

  • Ödeme / Anasarka (z.B. Knochenödeme)
  • Sonographischer Volumenstatus?

Beachte Handlungsanweisungen:


SOP-A - Tachykardie

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

Symptome:

  • HF > 150/min
  • Instabilitätszeichen

Beachte: Reanimationsbereitschaft


Beachte Instabilitätszeichen:

  • Schock (RR syst. < 90 mmHg)
  • Synkope/Vigilanzminderung
  • Herzinsuffizienz
  • Hinweis auf Myokardischämie

Beachte Bedarfstachykardie:

  • Ausschließen von Volumenmangel und Schmerzen etc.

Beachte:

  • Bewusstseinsstörung ursächlich durch kardiale Instabilität
  • Bei Konversion in VF oder pVT weiteres Vorgehen nach SOP S REA. Bereits zur Kardioversion geklebte Defibrillationselektroden können für Reanimation in anterior-posteriorer Position verbleiben.
  • Regelmäßige Schmalkomplextachykardie erkennbar durch QRS-Komplexe <120 ms Dauer und gleich-bleibende R-R-Abstände, z.B. bei anfallsartig auftretenden AV-Knoten-Reentry-Tachykardien (AVNRT).

Einsatzablauf

  1. Leitsymptom:
  2. 12-Kanal-EKG (< 10min nach Erstkontakt)
  3. Bedarfstachykardie? -> SOP-A-Schock
  4. HF > 150/min Nein? -> weiter 9
  5. Instabilitätszeichen 6/8? Nein? Regelmäßige Schmalkomplextachykardie? -> SOP-M-Valsalva-Manöver
  6. Bewusstlos (GCS 3-5) peripherer Puls nicht mehr tastbar
  7. Synchronisierte Kardioversion SOP-M-Synchronisiertekardioversion (erfolglos: bis zur 3x) 120 / 150 / 200 Joule (biphasisch)
  8. Vigilanzminderung? (GCS - 6-15) peripherer Puls nicht mehr Tastbar? -> Analgosedierung -> SOP-M-Synchronisiertekardioversion (erfolglos: bis zur 3x) 120 / 150 / 200 Joule (biphasisch)
  9. Transportstrategie Zielklinik

SOP-A - Bradykardie

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.


SOP-A - Schock

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.


SOP-A - Lebensbedrohliche Blutung

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.


SOP-A - Akutes Aortensyndrom

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.


25In Vorbereitung

SOP-A - Schlaganfall

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Krampfanfall Erwachsene

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Hypoglykämie

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Psychatrischer Notfall

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

26In Vorbereitung
SOP-A - Verbrennungen / Verbrühungen In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt. SOP-A - Schädel-Hirn-Trauma (SHT) In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt. SOP-A - Wirbelsäulenverletzungen In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.
27In Vorbereitung

SOP-A - Starke Schmerzen

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Abdominelle Schmerzen

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Starke Schmerzen - Esketamin

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Starke Schmerzen - Morphin / Fentanyl

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Intoxikation

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Sepsis

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Einsetzende Geburt

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

28In Vorbereitung

SOP-A - Pseudokrupp

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-A - Krampfanfall - Kind

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

29In Vorbereitung

SOP-M - HWS-Stützkragen

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Spineboard

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Schaufeltrage

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Vakuummatratze

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Mechanische Reanimationshilfe

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

30In Vorbereitung

SOP-M - 12-Kanal-EKG

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Standardisierte EKG-Beurteilung

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Ischämiezeichen EKG

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Sonographie

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

31In Vorbereitung

SOP-M - NIV-Therapie

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Thoraxentlastungspunktion

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Fingerthorakostomie / Thoraxdrainage

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Chest Seal / Thoraxpflaster

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Endotracheale Intubation

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Larynxtubus

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Larynxmaske

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Chirurgischer Atemweg

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Fremdkörperentfernung Atemwege Kind

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

32In Vorbereitung

SOP-M - Intravenöser Zugang

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Intravenöser Zugang - Erwachsene

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Intravenöser Zugang Punktionsort Humeruskopf

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Intramuskuläre Injektion

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Tournequet

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Beckenschlinge

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - OLAES-Bandage

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Synchronisierte Kardioversion

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Transcutane Schrittmachertherapie

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

33In Vorbereitung

SOP-M - Clamshell-Thorakotomie

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Valsalva-Manöver

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

34In Vorbereitung

SOP-M - Nasale Applikation

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Grobereposition Extremitätenfraktur

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Patella-Reposition

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

35In Vorbereitung

SOP-M - Geburtshilfliche Maßnahmen

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

36In Vorbereitung

SOP-M - Vorbereitung Notfallnarkose und Intubation

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Kontrolle Notfallnarkose und Intubation

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-M - Medikamentengabe

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

37In Vorbereitung

SOP-T - Universalschema Transportstrategie

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-T - Medizinisch Verantwortliche Einsatzkräfte

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-T - Mitnahme von Begleitpersonen

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-T - Behandlungs- oder Transportverweigerung

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-T - Übergabeschema SBAR

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-T - Übergabeschema ATMISTAMBO

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-T - Debriefing

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

38

SOP-T - Checkliste - MANV

1. RTW

Auf Anfahrt:

  • Korrekte Sprechgruppe gewählt?
  • Fahrzeug im sicheren Bereich abstellen und Einsatzablauf nicht behindern!
  • Wegfahrmöglichkeiten vorhanden?
Lage auf Sicht (per Sprechfunk)
  • Bestätigen bzw Korrektur Einsatzort
  • Bestätigen bzw Korrektur Lage vor Ort
  • Mitteilung offensichtlicher Gefahren (Gefahrgut, Feuer, Explosion...)
  1. Eigene Kennzeichnung: Gelbe Weste "1. RTW" anlegen
  2. Erkundung und taktische Lagebeurteilung
  3. Absetzen erste Lagemeldung (per Sprechfunk)
    • Gefahren an der Einsatzstelle
    • Schätzung Anzahl der exponierter Personen und ggf. Patienten
    • Einsatztaktische Hinweise für nachrückende Einsatzkräfte (Raumordnung)
    • Eigene Erreichbarkeit und Standort
    • Ort für Patientenablage abstimmen
    • Festlegung Vorsichtung
  4. Übergabe an Einsatzleitung (ELRD, OrgL)

1. Notarzt

Auf Anfahrt:

  • Korrekte Sprechgruppe gewählt?
  • Fahrzeug im sicheren Bereich abstellen und Einsatzablauf nicht behindern!
  • Wegfahrmöglichkeiten vorhanden?
Lage auf Sicht (per Sprechfunk)
  • Bestätigen bzw Korrektur Einsatzort
  • Bestätigen bzw Korrektur Lage vor Ort
  • Mitteilung offensichtlicher Gefahren (Gefahrgut, Feuer, Explosion...)
  1. Eigene Kennzeichnung: Gelbe Weste "1. NA" anlegen
  2. Erkundung und medizinische Lagebeurteilung
  3. Abstimmung mit 1. RTW
  4. Finde die Roten!
    Verhindere vermeidbare Todesfälle!
  5. Ärztliche Sichtung organisieren - Erstversorgung sicherstellen
    • Ärztliche Sichtung grün gekennzeichneter Patienten SK III auf SHT
    • Ärztliche Sichtung schwarz gekennzeichneter Patienten
  6. Übergabe an Einsatzleitung (LNA)
  7. Auf Rückkehr zur Patientenbehandlung vorbereiten Gelbe Weste ablegen

39In Vorbereitung

SOP-T - Gewalt im häuslichen Umfeld

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-T - Hilfe für Ersthelfer

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-T - Umgang mit Sterbenden

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

SOP-T - Umgang mit Leichen

In Vorbereitung · Im bisherigen Stand noch ohne Inhalt.

40

SOP - 12-Kanal-EKG - Ziel

Das 12-Kanal-EKG zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens aus verschiedenen Blickrichtungen auf. Es unterstützt die Beurteilung von Herzrhythmus, Erregungsleitung und möglichen Durchblutungsstörungen.
Merke: Zehn Elektroden erzeugen zwölf Ableitungen: I, II, III, aVR, aVL, aVF sowie V1 bis V6.

SOP - 12-Kanal-EKG - Anlass

Ein EKG wird beispielsweise bei Brustschmerzen, Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom, Herzrasen, unregelmäßigem Puls, Synkope oder zur angeordneten Verlaufskontrolle angefertigt. Beschwerden, Vitalwerte und Untersuchungsbefunde werden gemeinsam beurteilt.
CAVE: Lebensrettende Sofortmaßnahmen dürfen durch die EKG-Aufzeichnung nicht verzögert werden.

SOP - 12-Kanal-EKG - Vorbereitung

  • Patientenidentität prüfen, Untersuchung erklären und Einverständnis einholen.
  • Privatsphäre schützen; nur notwendige Körperbereiche freimachen.
  • Patienten bequem und ruhig lagern, Arme und Beine unterstützen. Abweichende Lagerung dokumentieren.
  • Gerät, Kabel und Elektroden auf Funktionsfähigkeit prüfen.
  • Kontaktstellen reinigen und trocknen; störende Behaarung bei Bedarf schonend entfernen.
  • Elektroden sicher befestigen und Kabel ohne Zug anschließen.

SOP - 12-Kanal-EKG - Extremitätenelektroden

Die vier Extremitätenelektroden werden an Armen und Beinen angebracht, möglichst seitengleich und außerhalb ausgeprägter Muskelbereiche. Die Seitenangaben gelten aus Sicht des Patienten.

  • R / RA: rechter Arm.
  • L / LA: linker Arm.
  • N / RL: rechtes Bein, Neutralelektrode.
  • F / LL: linkes Bein.

Kabelbeschriftung beachten: Farbcodes können je nach System abweichen. Eine abweichende Anbringung am Rumpf dokumentieren, da sie das EKG verändern kann.

SOP - 12-Kanal-EKG - Brustwandelektroden

ICR bedeutet Interkostalraum, also Zwischenrippenraum.

  • V1: 4. ICR rechts am Brustbeinrand.
  • V2: 4. ICR links am Brustbeinrand.
  • V4: 5. ICR links auf der senkrechten Linie durch die Mitte des Schlüsselbeins.
  • V3: mittig zwischen V2 und V4.
  • V5: linke vordere Achsellinie, auf gleicher horizontaler Höhe wie V4.
  • V6: linke mittlere Achsellinie, auf gleicher horizontaler Höhe wie V4 und V5.

Merke: V4 vor V3 positionieren. V5 und V6 bleiben auf Höhe von V4. Anatomische Orientierungspunkte verwenden, nicht die Brustwarzen. Überlagerndes Brustgewebe respektvoll anheben lassen, damit die Elektroden an der korrekten Brustwandposition liegen.

SOP - 12-Kanal-EKG - Aufzeichnung

  1. Patientendaten und Elektrodenpositionen kontrollieren.
  2. Diagnostischen 12-Kanal-Modus wählen; Geschwindigkeit und Verstärkung prüfen und dokumentieren, üblicherweise 25 mm/s und 10 mm/mV.
  3. Patienten bitten, ruhig zu liegen, normal zu atmen und kurz nicht zu sprechen.
  4. Aufzeichnung auf Vollständigkeit und Störungen prüfen; schlechte Kontakte oder Bewegungsartefakte beheben und gegebenenfalls wiederholen.
  5. EKG speichern und zeitnah beurteilen lassen.

SOP - 12-Kanal-EKG - Strukturierte Auswertung

  1. Qualität: Ist die Aufzeichnung auswertbar? Stimmen Einstellungen und Zuordnung?
  2. Frequenz: Wie hoch ist die Herzfrequenz?
  3. Rhythmus: Regelmäßig oder unregelmäßig? Sind P-Wellen erkennbar und wie stehen sie zu den QRS-Komplexen?
  4. Achse und Überleitung: Lagetyp, PQ-Zeit, QRS-Dauer sowie QT/QTc beurteilen.
  5. Morphologie: P-Wellen, QRS-Komplexe, R-Progression, ST-Strecken und T-Wellen systematisch prüfen.
  6. Vergleich: Vor-EKG hinzuziehen und neue Veränderungen benennen.
  7. Gesamtbeurteilung: Befund mit Beschwerden und Kreislaufsituation zusammenführen.

Auffälligkeiten immer mit betroffener Ableitung beschreiben. Die automatische Geräteinterpretation ersetzt keine fachkundige Beurteilung.

SOP - 12-Kanal-EKG - Auffälliger Befund

Bei verdächtigen ST-/T-Veränderungen, relevanten Rhythmusstörungen oder klinischer Verschlechterung umgehend die verantwortliche ärztliche Person informieren. Weitere Versorgung nach dem passenden Notfallablauf des Servers durchführen. Bei fortbestehendem Verdacht oder veränderten Beschwerden Verlauf-EKGs und gegebenenfalls ergänzende Ableitungen veranlassen.
CAVE: Ein unauffälliges EKG schließt ein akutes Koronarsyndrom nicht aus. Eine ST-Hebung allein beweist keinen Herzinfarkt; Befund und klinische Situation müssen fachkundig eingeordnet werden.

SOP - 12-Kanal-EKG - Dokumentation und Übergabe

Im RP-Befund festhalten: Patient, Datum und Uhrzeit, Anlass, aktuelle Beschwerden, Vitalwerte, Geräteeinstellungen, abweichende Elektrodenpositionen, wesentliche EKG-Befunde, Vergleich zum Vor-EKG sowie informierte Person und weiteres Vorgehen. Die Aufzeichnung der Patientenakte zuordnen und bei Übergabe mitgeben.

Beispiel einer Befundstruktur:
„[Rhythmus] bei [Frequenz]/min, [Lagetyp]. PQ [Wert] ms, QRS [Wert] ms, QTc [Wert] ms nach [Formel]. [ST-/T-Befund mit Ableitungen]. Im Vergleich zu [Datum]: [Veränderung]. [Beurteilung und weiteres Vorgehen].“

SOP - 12-Kanal-EKG - Ausbildungsrahmen und Quellen

Dieses Kapitel dient der medizinischen Roleplay-Ausbildung und ersetzt keine praktische Einweisung oder freigegebene SOP einer realen Einrichtung.

41In Vorbereitung

Dieses Glossar erklärt die Abkürzungen und Fachbegriffe der Ausbildungsseite. Die Einträge sind alphabetisch geordnet und über die Seitensuche auffindbar. Begriffe werden im Kontext des medizinischen Roleplays erläutert; einzelne Merkschemata können je nach Ausbildungsstandard variieren.

Glossar - Zahlen

  • 4A1C4E: Merkschema für Gefahren: Atemgifte, Angstreaktion, Ausbreitung, atomare Strahlung, chemische Stoffe, Erkrankung, Explosion, Elektrizität und Einsturz.
  • 4H und HITS: Merkschema für behandelbare Ursachen eines Kreislaufstillstands: Hypoxie, Hypovolämie, Hypo-/Hyperkaliämie beziehungsweise Stoffwechselstörungen, Hypothermie sowie Herzbeuteltamponade, Intoxikation, Thrombose und Spannungspneumothorax.

Glossar - A

  • ABC-Gefahren: Atomare beziehungsweise radiologische, biologische und chemische Gefahren. Nicht mit dem medizinischen ABC-Untersuchungsschema verwechseln.
  • ABCDE / xABCDE: Untersuchung nach Prioritäten: Atemweg, Atmung, Kreislauf, neurologischer Zustand sowie Entkleiden/Umgebung. Das vorangestellte x bezeichnet eine kritische Blutung.
  • Abdomen: Bauch beziehungsweise Bauchraum.
  • ACS: Akutes Koronarsyndrom: Sammelbegriff für akute Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, darunter Herzinfarkt und instabile Angina pectoris.
  • AED: Automatisierter externer Defibrillator. Analysiert den Herzrhythmus und unterstützt die Entscheidung zur Schockabgabe.
  • AF: Atemfrequenz: Anzahl der Atemzüge pro Minute. In englischen Texten kann AF auch Vorhofflimmern bedeuten.
  • Algorithmus: Festgelegter Ablauf mit aufeinanderfolgenden Schritten und Entscheidungen.
  • ALS: Advanced Life Support: erweiterte Maßnahmen zur Wiederbelebung.
  • Analgesie / Analgetikum: Schmerzlinderung beziehungsweise ein schmerzlinderndes Medikament.
  • Analgosedierung: Kombination aus Schmerzlinderung und Sedierung.
  • Anamnese: Erhebung der Krankengeschichte und aktueller Beschwerden. Eigenanamnese stammt vom Patienten, Fremdanamnese von anderen Personen.
  • Anaphylaxie: Akute systemische Überempfindlichkeitsreaktion, die unter anderem Atemwege und Kreislauf lebensbedrohlich beeinträchtigen kann.
  • Anasarka: Ausgeprägte, großflächige Flüssigkeitseinlagerung im Unterhautgewebe.
  • Anisokorie: Ungleich große Pupillen.
  • Antidot: Gegenmittel bei bestimmten Vergiftungen.
  • Antiemetikum: Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen.
  • Antikoagulation: Hemmung der Blutgerinnung durch Medikamente.
  • Anxiolyse: Linderung von Angst.
  • Aortendissektion: Aufspaltung der Wandschichten der Hauptschlagader. Gehört zu den akuten Aortensyndromen.
  • Apnoe: Aussetzen der Atmung.
  • Arrhythmie: Störung des normalen Herzrhythmus.
  • Artefakt: Mess- oder Aufzeichnungsstörung, etwa durch Bewegung oder schlechten Elektrodenkontakt.
  • Aspiration: Eindringen von Fremdmaterial wie Nahrung, Erbrochenem oder Flüssigkeit in die Atemwege.
  • Assessment: Strukturierte Einschätzung eines Zustands, häufig mithilfe eines Schemas oder einer Skala.
  • Asystolie: Fehlende erkennbare elektrische Kammeraktivität im EKG. Gehört zu den nicht defibrillierbaren Kreislaufstillstandsrhythmen.
  • Auskultation: Abhören von Körpergeräuschen, meist mit einem Stethoskop.
  • AV-Block: Störung der elektrischen Erregungsüberleitung von den Vorhöfen auf die Herzkammern.
  • AVNRT: AV-Knoten-Reentry-Tachykardie: meist regelmäßige schnelle Herzrhythmusstörung durch kreisende Erregung im Bereich des AV-Knotens.
  • AVPU / WASB: Grobes Bewusstseinsschema: wach, Reaktion auf Ansprache, Reaktion auf Schmerzreiz oder bewusstlos/ohne Reaktion. Auf der Seite ist dafür auch die Schreibweise „WASP“ verwendet.
  • Azidose: Störung des Säure-Basen-Haushalts mit Tendenz zur Übersäuerung.

Glossar - B

  • BE-FAST: Schema zum Erkennen möglicher Schlaganfallzeichen: Balance, Eyes, Face, Arms, Speech, Time – Gleichgewicht, Sehen, Gesicht, Arme, Sprache und Zeit.
  • BGA: Blutgasanalyse: Untersuchung unter anderem von Blutgasen und Säure-Basen-Haushalt.
  • BLS: Basic Life Support: Basismaßnahmen zur Wiederbelebung.
  • Bolus: Einzeldosis eines Medikaments oder einer Flüssigkeit, die innerhalb eines begrenzten Zeitraums gegeben wird.
  • Bradykardie: Für Alter und Situation verlangsamte Herzfrequenz.
  • Bradypnoe: Für Alter und Situation verlangsamte Atmung.
  • Bronchodilatation: Erweiterung der Bronchien.
  • Bronchospasmus: Verkrampfung der Bronchialmuskulatur mit Verengung der Atemwege.
  • BZ: Blutzucker. Werte immer zusammen mit der Einheit dokumentieren, beispielsweise mg/dl oder mmol/l.

Glossar - C

  • CAVE: Lateinisch für „Vorsicht“. Kennzeichnet einen besonders wichtigen Warnhinweis.
  • Chest Seal: Spezieller Wundverschluss für offene Verletzungen der Brustwand.
  • COPD: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung mit anhaltender Atemflussbegrenzung.
  • CPAP: Continuous Positive Airway Pressure: kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck bei erhaltener Spontanatmung.
  • CPR: Cardiopulmonary Resuscitation: Herz-Lungen-Wiederbelebung.
  • CT: Computertomographie: bildgebendes Verfahren mit Röntgenstrahlung.

Glossar - D

  • DD / Differenzialdiagnose: Andere Erkrankung oder Ursache, die ähnliche Beschwerden erklären könnte.
  • DDWS: Funkmerkhilfe auf dieser Seite: Denken, Drücken, Warten, Sprechen.
  • Debriefing: Strukturierte Nachbesprechung eines Einsatzes oder Trainings.
  • Defibrillation: Nicht mit einem bestimmten Punkt des Herzzyklus synchronisierte elektrische Schockabgabe zur Behandlung bestimmter lebensbedrohlicher Rhythmusstörungen.
  • Diastole / diastolisch: Entspannungs- und Füllungsphase des Herzens. Der diastolische Blutdruck ist der untere Blutdruckwert.
  • DIK: In der Traumauntersuchung dieser Seite: Druckschmerz, Instabilität und Krepitation.
  • Dislokation: Verlagerung aus der vorgesehenen Position, etwa bei einem Tubus oder Knochenfragment.
  • Distal / proximal: Weiter vom Rumpf beziehungsweise Bezugspunkt entfernt / näher daran gelegen.
  • DMS: Durchblutung, Motorik und Sensibilität. Drei getrennt zu prüfende Funktionen, besonders an verletzten Extremitäten.
  • DOPES: Merkhilfe zur Fehlersuche bei Beatmungsproblemen. Auf dieser Seite: Dislokation, Obstruktion, Patient, Equipment und Stomach/Sedierung. Die Buchstaben werden in anderen Ausbildungsstandards teilweise anders verwendet.
  • Dyspnoe: Subjektiv empfundene Atemnot.

Glossar - E

  • ECLS / ECMO: Extrakorporale Organunterstützung / extrakorporale Membranoxygenierung. Ein System außerhalb des Körpers übernimmt Gasaustausch und je nach Verfahren auch Kreislaufunterstützung.
  • eCPR: Extrakorporale kardiopulmonale Reanimation: Wiederbelebung unter Einsatz einer extrakorporalen Kreislaufunterstützung.
  • EKG / 12-Kanal-EKG: Elektrokardiogramm: Aufzeichnung der elektrischen Herzaktivität. Beim Standard-12-Kanal-EKG entstehen aus zehn Elektroden zwölf Ableitungen.
  • Embolie: Verschluss eines Gefäßes durch eingeschwemmtes Material, beispielsweise ein Blutgerinnsel.
  • Endotracheal: Innerhalb der Luftröhre; beispielsweise die Lage eines korrekt platzierten Endotrachealtubus.
  • etCO2: Endtidaler Kohlendioxidwert: CO2 am Ende der Ausatmung. Beeinflusst unter anderem durch Ventilation, Durchblutung und Stoffwechsel.
  • Exspiration / Inspiration: Ausatmung / Einatmung.
  • Extraglottischer Atemweg: Atemwegshilfe, die außerhalb der Stimmritze liegt, beispielsweise eine Larynxmaske.

Glossar - F

  • FiO2: Anteil des Sauerstoffs in der eingeatmeten Gasmenge.

Glossar - G

  • GAMS: Gefahr erkennen, Absperren, Menschenrettung und Spezialkräfte anfordern.
  • GCS: Glasgow Coma Scale: Bewertung von Augenöffnung, verbaler und motorischer Reaktion. Bei vollständig beurteilbaren Komponenten reicht die Summe von 3 bis 15; Einzelwerte mit dokumentieren.
  • GIRL: Merkhilfe zur Pupillenbeurteilung auf dieser Seite: Größe, Isokorie, runde Form und Lichtreaktion.
  • Guedel- / Wendeltubus: Atemwegshilfen über den Mund beziehungsweise die Nase, die das Freihalten der oberen Atemwege unterstützen.

Glossar - H

  • Hämatom: Bluterguss: Blutansammlung außerhalb von Blutgefäßen im Gewebe.
  • Hämorrhagisch: Eine Blutung betreffend oder durch Blutung verursacht.
  • Hautemphysem: Luftansammlung im Unterhautgewebe, die sich beim Tasten knisternd anfühlen kann.
  • HELLP-Syndrom: Schwere Schwangerschaftskomplikation mit Zerfall roter Blutkörperchen, erhöhten Leberwerten und niedriger Blutplättchenzahl.
  • Herzbeuteltamponade: Druck auf das Herz durch Flüssigkeit im Herzbeutel mit Behinderung der Herzfüllung.
  • Herzinsuffizienz: Unzureichende Leistungsfähigkeit des Herzens, den Körper bedarfsgerecht zu versorgen.
  • HF / HR: Herzfrequenz / Heart Rate: Zahl der Herzschläge pro Minute.
  • HITS: Siehe „4H und HITS“.
  • HMOD: Hypertension-mediated organ damage: durch erhöhten Blutdruck verursachte Organschädigung.
  • HWS: Halswirbelsäule.
  • Hyper- / Hypo-: Wortvorsilben für erhöht/zu viel beziehungsweise vermindert/zu wenig.
  • Hyperglykämie / Hypoglykämie: Erhöhter / erniedrigter Blutzucker.
  • Hyperkaliämie / Hypokaliämie: Erhöhte / erniedrigte Kaliumkonzentration im Blut.
  • Hyperkapnie / Hypokapnie: Erhöhter / erniedrigter Kohlendioxidgehalt im Blut.
  • Hyperthermie / Hypothermie: Überwärmung / Unterkühlung des Körpers.
  • Hypertonie / Hypotonie: Im Kreislaufkontext: erhöhter / erniedrigter Blutdruck.
  • Hypervolämie / Hypovolämie: Übermäßiges / vermindertes zirkulierendes Blut- beziehungsweise Flüssigkeitsvolumen.
  • Hypoxämie / Hypoxie: Sauerstoffmangel im arteriellen Blut / unzureichende Sauerstoffversorgung von Gewebe.

Glossar - I

  • i.m. / i.o. / i.v.: Intramuskulär: in einen Muskel. Intraossär: in den Knochenmarkraum. Intravenös: in eine Vene.
  • ICR: Interkostalraum: Zwischenraum zwischen zwei Rippen.
  • IE: Internationale Einheit: Maß für die biologische Wirkung bestimmter Stoffe. Nicht pauschal in mg umrechenbar.
  • Immobilisation: Ruhigstellung einer Körperregion oder des Patienten.
  • Indikation / Kontraindikation: Grund für eine Untersuchung oder Behandlung / Umstand, der gegen deren Durchführung spricht.
  • Inspektion: Untersuchung durch gezieltes Betrachten.
  • Intoxikation: Vergiftung.
  • Intubation: Einführen eines Tubus; im Atemwegskontext meist Einführen eines Beatmungsschlauchs in die Luftröhre.
  • Ischämie: Unzureichende Blutversorgung eines Gewebes mit möglichem Sauerstoff- und Nährstoffmangel.
  • Isokorie: Gleich große Pupillen.

Glossar - K

  • Kapnographie / Kapnometrie: Fortlaufende CO2-Darstellung als Kurve / Messung des CO2-Wertes in der Atemluft.
  • Kardiogen: Vom Herzen ausgehend oder durch das Herz verursacht.
  • Kardioversion: Wiederherstellung eines geordneten Herzrhythmus. Elektrisch erfolgt sie bei geeigneten Rhythmusstörungen synchronisiert zum QRS-Komplex; daneben gibt es medikamentöse Verfahren.
  • KG / kgKG: Körpergewicht / Kilogramm Körpergewicht, etwa als Bezugsgröße einer Dosierung.
  • KI: Kontraindikation. Im Medikamentenkontext dieser Seite nicht „künstliche Intelligenz“.
  • KISS: In der Beckenuntersuchung: Kinematik, Inspektion, Schmerzen und Stabilisierung. Merkhilfe zur Einschätzung einer möglichen Beckenverletzung.
  • KKT: Körperkerntemperatur.
  • Koma: Schwere Bewusstseinsstörung ohne Erweckbarkeit.
  • Krepitation: Knisterndes oder reibendes Tastgefühl, etwa bei Luft im Unterhautgewebe oder bestimmten Verletzungen.
  • KTW / NKTW: Krankentransportwagen / Notfallkrankentransportwagen.
  • KUSS: Kindliche Unbehagens- und Schmerzskala: Fremdbeobachtung anhand von Weinen, Gesichtsausdruck, Rumpf- und Beinhaltung sowie motorischer Unruhe.

Glossar - L

  • Lagetyp: Einordnung der elektrischen Herzachse anhand des EKGs.
  • Larynxmaske / Larynxtubus: Extraglottische Atemwegshilfen zur Unterstützung der Beatmung.
  • LNA: Leitender Notarzt: medizinische Führungsfunktion bei größeren Schadenslagen.
  • Lungenödem: Flüssigkeitsansammlung im Lungengewebe und gegebenenfalls in den Lungenbläschen, die den Gasaustausch beeinträchtigt.

Glossar - M

  • MAD / MAP: Mittlerer arterieller Druck / Mean Arterial Pressure: über einen Herzzyklus gemittelter arterieller Blutdruck.
  • MANV: Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten; das Versorgungsaufkommen übersteigt zunächst die verfügbaren Ressourcen.
  • MILS: Manuelle In-Line-Stabilisation: manuelle Stabilisierung von Kopf und Halswirbelsäule in Achse.
  • Monitoring: Wiederholte oder kontinuierliche Überwachung wichtiger Körperfunktionen und Messwerte.
  • Motorik / Sensibilität: Bewegungsfähigkeit / Wahrnehmung von Reizen, beispielsweise Berührung.
  • Mydriasis / Miosis: Erweiterung / Verengung der Pupillen.
  • Myokard / Myokardinfarkt: Herzmuskel / Absterben von Herzmuskelgewebe durch anhaltende Ischämie.

Glossar - N

  • NA / NEF / NAW: Notarzt / Notarzteinsatzfahrzeug / Notarztwagen.
  • NIBP: Non-invasive blood pressure: nicht invasive Blutdruckmessung, üblicherweise mit einer Manschette.
  • NIV: Nicht invasive Beatmung über eine Maske oder vergleichbare Schnittstelle, ohne Endotrachealtubus.
  • Normokapnie: Kohlendioxidgehalt des Blutes im physiologischen Bereich.
  • NRS: Numerische Ratingskala zur Selbsteinschätzung der Schmerzstärke, meist von 0 (kein Schmerz) bis 10 (stärkster vorstellbarer Schmerz).
  • NSTEMI / STEMI: Herzinfarkt ohne / mit typischen ST-Hebungen im EKG. Die Diagnose erfordert die gemeinsame Bewertung von Klinik, EKG und weiteren Befunden.

Glossar - O

  • Obstruktion: Verengung oder Verlegung, beispielsweise eines Atemwegs.
  • Ödem: Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe.
  • OPQRST: Schmerzanamnese: Beginn, Auslöser/Linderung, Qualität, Ort/Ausstrahlung, Stärke und zeitlicher Verlauf.
  • OrgL: Organisatorischer Leiter Rettungsdienst: organisatorische Führungsfunktion bei größeren Einsatzlagen.
  • Oxygenierung / Ventilation: Versorgung des Blutes mit Sauerstoff / Belüftung der Lunge. Die Begriffe bezeichnen unterschiedliche Vorgänge.

Glossar - P

  • P-Welle: EKG-Anteil, der die elektrische Erregung der Vorhöfe abbildet.
  • p.o. / s.c.: Per os: über den Mund. Subkutan: in das Unterhautgewebe.
  • Palpation / Perkussion: Untersuchung durch Abtasten / Beklopfen.
  • Parese: Unvollständige Lähmung beziehungsweise verminderte Muskelkraft.
  • PCI: Perkutane Koronarintervention: kathetergestützte Behandlung verengter oder verschlossener Herzkranzgefäße.
  • PEA: Pulslose elektrische Aktivität: elektrische Herzaktivität ohne wirksamen Kreislauf. Nicht defibrillierbarer Kreislaufstillstandsrhythmus.
  • Perfusion: Durchblutung eines Gewebes oder Organs.
  • Perfusor / Spritzenpumpe: Gerät zur kontrollierten Förderung kleiner Flüssigkeitsmengen. „Perfusor“ ist ein Markenname.
  • Peri-Arrest: Zustand unmittelbar vor beziehungsweise im zeitlichen Umfeld eines Kreislaufstillstands.
  • Pneumothorax: Luft im Pleuraspalt zwischen Lunge und Brustwand, wodurch die Lunge teilweise oder vollständig kollabieren kann.
  • Polyurie: Vermehrte Urinausscheidung.
  • PQ- / PR-Intervall: Zeit vom Beginn der P-Welle bis zum Beginn des QRS-Komplexes im EKG.
  • Präeklampsie: Schwangerschaftserkrankung mit neu auftretendem Bluthochdruck und weiteren Befunden, beispielsweise Protein im Urin oder Organfunktionsstörungen.
  • PRES: Posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom: neurologisches Krankheitsbild mit Hirnödem, unter anderem bei schwerer Blutdruckentgleisung.

Glossar - Q

  • QRS-Komplex: EKG-Anteil, der die elektrische Erregung der Herzkammern abbildet.
  • QT / QTc: Zeit vom Beginn des QRS-Komplexes bis zum Ende der T-Welle / für die Herzfrequenz korrigierte QT-Zeit.

Glossar - R

  • Reevaluation: Erneute Beurteilung nach Zeitablauf oder einer Maßnahme.
  • Rekapillarisierungszeit: Zeit bis zur erneuten Durchblutung einer kurz blass gedrückten Hautstelle. Messort und Umgebungsbedingungen beeinflussen das Ergebnis.
  • Reposition: Zurückführen verlagerter anatomischer Strukturen in ihre vorgesehene Lage.
  • ROSC: Return of Spontaneous Circulation: Wiederkehr eines eigenen wirksamen Kreislaufs nach Kreislaufstillstand.
  • RR: Auf dieser Seite meist Blutdruck nach Riva-Rocci. Im EKG bezeichnet das R-R-Intervall den Abstand zweier R-Zacken; englisch kann RR Atemfrequenz bedeuten.
  • RTW / ITW: Rettungswagen / Intensivtransportwagen.

Glossar - S

  • SAMPLER+S: Anamnese zu Symptomen, Allergien, Medikamenten, Patientenvorgeschichte, letzter Aufnahme/Ausscheidung, Ereignis, Risikofaktoren und Schwangerschaft.
  • SBAR: Übergabeschema: Situation, Background, Assessment, Recommendation – aktuelle Situation, Hintergrund, Einschätzung und Empfehlung.
  • Schock: Akutes Kreislaufversagen mit unzureichender Gewebeversorgung; nicht gleichbedeutend mit einer seelischen Schreckreaktion.
  • Sedierung: Medikamentöse Dämpfung von Wachheit und Erregung. Sie bewirkt nicht automatisch eine ausreichende Schmerzlinderung.
  • Sepsis: Lebensbedrohliche Organfunktionsstörung infolge einer fehlregulierten Reaktion auf eine Infektion.
  • SHT: Schädel-Hirn-Trauma: Verletzung des Schädels mit Beteiligung des Gehirns.
  • Sichtung / Triage: Priorisierung von Patienten nach Behandlungsdringlichkeit und verfügbaren Ressourcen.
  • Silent Lung: Kaum oder nicht hörbares Atemgeräusch trotz schwerer Atemwegsverengung; mögliches Warnzeichen einer sehr eingeschränkten Ventilation.
  • SK: Sichtungskategorie. Zuordnung und Kennzeichnung richten sich nach dem verwendeten Sichtungssystem.
  • Sonographie: Ultraschalluntersuchung.
  • SOP: Standard Operating Procedure: standardisierte Handlungsanweisung für einen festgelegten Ablauf.
  • Spannungspneumothorax: Pneumothorax mit Druckanstieg im Brustkorb und bedrohlicher Beeinträchtigung von Atmung und Kreislauf.
  • SpO2: Pulsoxymetrisch geschätzte periphere Sauerstoffsättigung. Sie misst weder den CO2-Gehalt noch unmittelbar die Atemleistung.
  • ST-Strecke: EKG-Abschnitt zwischen QRS-Komplex und T-Welle. Hebungen oder Senkungen müssen im klinischen Zusammenhang beurteilt werden.
  • Stridor: Auffälliges, meist pfeifendes oder ziehendes Atemgeräusch durch eine Verengung größerer Atemwege.
  • STU: Schnelle Traumauntersuchung: strukturierte Suche nach relevanten Verletzungen.
  • Synkope: Vorübergehender Bewusstseinsverlust durch kurzzeitige Minderdurchblutung des Gehirns, meist mit rascher spontaner Erholung.
  • Systole / systolisch: Anspannungs- und Austreibungsphase des Herzens. Der systolische Blutdruck ist der obere Blutdruckwert.

Glossar - T

  • T-Welle: EKG-Anteil, der die elektrische Erregungsrückbildung der Herzkammern abbildet.
  • Tachykardie / Tachypnoe: Für Alter und Situation erhöhte Herzfrequenz / beschleunigte Atmung.
  • Thorax: Brustkorb beziehungsweise Brustraum.
  • Thoraxdrainage / Thorakotomie: Ableitung von Luft oder Flüssigkeit aus dem Brustraum über einen Schlauch / operative Eröffnung des Brustkorbs.
  • Thrombolyse: Medikamentöse Auflösung eines Blutgerinnsels.
  • Thrombose: Entstehung eines Blutgerinnsels innerhalb eines Gefäßes.
  • Titration: Schrittweise Anpassung einer Medikamentengabe an Wirkung und Verträglichkeit.
  • Tourniquet: Medizinisches Abbindesystem zur Kontrolle lebensbedrohlicher Blutungen an Extremitäten.

Glossar - U

  • Urtikaria: Nesselsucht: meist juckende Quaddeln der Haut.

Glossar - V

  • V. a. / Z. n.: Verdacht auf / Zustand nach.
  • Valsalva-Manöver: Gezieltes Pressmanöver gegen einen Widerstand, das Kreislauf und Herzrhythmus beeinflussen kann.
  • VAS: Visuelle Analogskala: Schmerzstärke wird auf einer Linie zwischen zwei Endpunkten markiert.
  • Vasodilatation / Vasokonstriktion: Erweiterung / Verengung von Blutgefäßen.
  • VEL: Vollelektrolytlösung: Infusionslösung mit mehreren Elektrolyten.
  • VF / pVT: Ventrikuläres Flimmern / pulslose ventrikuläre Tachykardie. Defibrillierbare Kreislaufstillstandsrhythmen.
  • Vigilanz: Wachheit beziehungsweise Grad der Aufmerksamkeit und Ansprechbarkeit.
  • VRS: Verbale Ratingskala: Schmerzstärke wird mit Wörtern wie „leicht“, „mittel“ oder „stark“ angegeben. Nicht mit der visuellen Analogskala verwechseln.

Glossar - Z

  • ZVD: Zentralvenöser Druck: Druck im Bereich der großen herznahen Venen beziehungsweise des rechten Vorhofs.
  • Zyanose: Bläuliche Verfärbung von Haut oder Schleimhäuten, beispielsweise bei vermehrtem sauerstoffarmem Hämoglobin.

Glossar - Einordnung und Quellen

Die Erläuterungen sind kurze Begriffsdefinitionen, keine Dosierungs- oder Behandlungsanweisungen. Serverbezogene Funkcodes und Zuständigkeiten stehen in den jeweiligen SOPs.